Ein Nachruf.
Endlich hat das unfreundlichste Internetcafé in Münster zugemacht. Das einzige Internetcafé der Welt, in dem man dumm angemacht wurde, wenn man keinen Kaffee bestellt hat (woanders gibt es die umsonst dazu). In dem ständig die Computer abstürzten, die Drucker nicht funktionierten, und selbst wenn eigenlich alles korrekt lief, bauten sich die Seiten noch langsamer auf als in jedem Internetcafé Lateinamerikas. Ich war wirklich nur ganz selten da, und immer ganz zufällig, aber jedesmal war sonst fast niemand da, und der einzige, der noch da war, hat sich über die Computer beschwert und ist ohne zu zahlen abgehauen. Der Verantwortliche war nicht nur wortkarg, ein bißchen wirkte er so, als wären seine Gäste (Gäste?) für die schlechten Computer verantwortlich. Manchmal saßen noch ein paar freundliche Libanesen dort, nebenan war eine Shawarma-Bude, und tranken Tee, aber man hatte immer ein bißchen das Gefühl, sie würden sich für ihren Landsmann schämen.
Endlich hat das unfreundlichste Internetcafé in Münster zugemacht. Das einzige Internetcafé der Welt, in dem man dumm angemacht wurde, wenn man keinen Kaffee bestellt hat (woanders gibt es die umsonst dazu). In dem ständig die Computer abstürzten, die Drucker nicht funktionierten, und selbst wenn eigenlich alles korrekt lief, bauten sich die Seiten noch langsamer auf als in jedem Internetcafé Lateinamerikas. Ich war wirklich nur ganz selten da, und immer ganz zufällig, aber jedesmal war sonst fast niemand da, und der einzige, der noch da war, hat sich über die Computer beschwert und ist ohne zu zahlen abgehauen. Der Verantwortliche war nicht nur wortkarg, ein bißchen wirkte er so, als wären seine Gäste (Gäste?) für die schlechten Computer verantwortlich. Manchmal saßen noch ein paar freundliche Libanesen dort, nebenan war eine Shawarma-Bude, und tranken Tee, aber man hatte immer ein bißchen das Gefühl, sie würden sich für ihren Landsmann schämen.
dominicw - am Samstag, 3. Juli 2004, 20:51 - Rubrik: human being