Einen Spruch den ich auf Beerdigungen gar nicht mag: naja, tröstlich ist, er war ja schließlich in dem Alter...
Ist das ein Trost?? Als ob das irgendetwas ändern könnte an der Leerstelle, die ein Mensch hinterläßt. Wer stirbt, existiert nicht mehr, und wenn man ihn gerne hatte, vermißt man ihn, egal wie alt er geworden ist. Und egal wie alt er war, wir Menschen haben keine Möglichkeit, ihn zurückzuholen, wie sehr wir das auch wünschen. Nach ein paar Tagen oder Wochen fangen wir schon an, sein Gesicht zu vergessen, und falls wir selber sterben sollten, würde selbst unsere Erinnerung an ihn vergessen sein.
Ist das ein Trost?? Als ob das irgendetwas ändern könnte an der Leerstelle, die ein Mensch hinterläßt. Wer stirbt, existiert nicht mehr, und wenn man ihn gerne hatte, vermißt man ihn, egal wie alt er geworden ist. Und egal wie alt er war, wir Menschen haben keine Möglichkeit, ihn zurückzuholen, wie sehr wir das auch wünschen. Nach ein paar Tagen oder Wochen fangen wir schon an, sein Gesicht zu vergessen, und falls wir selber sterben sollten, würde selbst unsere Erinnerung an ihn vergessen sein.
dominicw - am Donnerstag, 24. Juni 2004, 14:57 - Rubrik: human being
Jasper meinte am 24. Jun, 16:59:
So ein Alter
...gibts ja ohnehin nicht, nicht wahr? Wer wollte schon sagen, ab einer gewissen Altersgrenze nicht mehr leben zu wollen. Man hat sich bloß angesichts von Statistiken daran gewöhnt, dass ab einem gewissen Alter nicht unüblich ist, zu sterben.
Inside meinte am 26. Jun, 11:45:
Naja.ich finde, das ist schon ein trost.
Ich finde es immer viel schlimmer, wenn junge menschen sterben. so um die zwanzig rum. Die haben ihr ganzes leben noch vor sich.
Hatten ihr ganzes leben noch vor sich.
Und alte menschen leiden sehr häufig und sagen von sich aus schon: ich will sterben, bitte mach dass ich sterbe. (weil eigentlich wären sie ja schon gestorben und nur noch die moderne technik kann sie am leben halten.und das spüren sie natürlich)
naja. und das mit den erinnerungen.
das stimmt.
und das ist wirklich traurig.
Aber da menschen ja sowieso eigentlich nur für den moment leben (im großen und ganzen betrachtet) die anderen nachfolgenden generationen könnten wahrscheinlich gar nicht so viel mit den erinnerungen anfangen, die wir haben. Sie sind für uns wichtig. Sie sind, das, was wir mit den verstorbenen noch teilen. Unser schatz sozusagen.
wenn du verstehst was ich meine-
ich hoffe.
dominicw antwortete am 27. Jun, 11:22:
verstehe
und du hast natürlich recht:wenn junge Leute aus dem Leben gerissen werden, inmitten ihrer Pläne und hunderttausend Möglichkeiten, das empfindet man als wesentlich tragischer.
Ich wollt nur sagen: die Leerstelle bleibt unersetzlich, wie alt ein Mensch auch war. Und die Leerstelle schmerzt auch bei alten Menschen.