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    <title>Dominics Weblog</title>
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    <dc:date>2005-01-25T21:01:39Z</dc:date>
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    <title>Dominics Weblog</title>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/455839/">
    <title>was n&amp;uuml;tzt dem mensch der fortschritt?</title> 
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    <description>eigentlich hatte ich mich von meinem Weblog schon verabschiedet, aber gerade habe ich das gelesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ Sri Lanka: Keine Tierkadaver entdeckt +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[14.25 Uhr] Die Flutkatastrophe in S&amp;uuml;dasien gibt der Naturschutzbeh&amp;ouml;rde Sri Lankas mit Blick auf die Tierwelt R&amp;auml;tsel auf: Nach den verheerendsten Flutwellen in der j&amp;uuml;ngsten Geschichte, die in ganz S&amp;uuml;dasien mindestens 70.000 Menschen in den Tod gerissen hat, ist die Region &amp;uuml;bers&amp;auml;t mit menschlichen Leichen, bislang sind jedoch keine Kadaver wilder Tiere gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Es gibt keine toten Elefanten, nicht einmal einen toten Hasen oder ein totes Kaninchen&quot;, sagte H.D. Ratnayake, Vizedirektor der Naturschutzbeh&amp;ouml;rde, der Nachrichtenagentur Reuters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erdbeben der St&amp;auml;rke neun hatte am Sonntag gigantische Flutwellen ausgel&amp;ouml;st, die bis zu drei Kilometer weit in den Yala National Park peitschten. In diesem gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Naturschutzreservat Sri Lankas leben Hunderte wilder Elefanten und Leoparden. &quot;Ich glaube, die Tiere k&amp;ouml;nnen Katastrophen sp&amp;uuml;ren. Sie haben einen sechsten Sinn. Sie wissen, wenn diese Dinge passieren&quot;, so Ratnayake weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch den Meeress&amp;auml;ugetieren wie Walen und Delfinen d&amp;uuml;rfte aus diesem Grund wenig zugesto&amp;szlig;en sein, urteilte Michael Keogh, Unterwasser&amp;ouml;kologe an der Universit&amp;auml;t Melbourne. &quot;Delfine k&amp;ouml;nnen solche Dinge sp&amp;uuml;ren und sich wahrscheinlich in tiefere Gew&amp;auml;sser in Sicherheit bringen&quot;, sagte er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich d&amp;uuml;sterer ist die Prognose f&amp;uuml;r die als Taucherparadiese bekannten Korallenriffs der Region. Keogh zufolge sind in diesem empfindlichen &amp;Ouml;ko-System wahrscheinlich gro&amp;szlig;e Sch&amp;auml;den entstanden. Da Korallen nur einen halben Zentimeter pro Jahr wachsen, k&amp;ouml;nnte es nach Angaben des Forschers &quot;sehr lange Zeit dauern&quot;, bis sich die Riffs erholt haben.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-12-29T22:12:38Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/390671/">
    <title>orte</title> 
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    <description>das us-konsulat in d&amp;uuml;sseldorf, eigentlich nicht mehr als ein b&amp;uuml;ro, befindet sich im zehnten stockwerk eines der postmodernen hochh&amp;auml;user hinter dem hauptbahnhof, erreichbar &amp;uuml;ber einen extraaufzug, vor dessen benutzung man gefilzt wird, mitnehmen darf man nur die papiere, die man ben&amp;ouml;tigt, im zehnten stockwerk gibt es noch einmal eine sicherheitskontrolle und begleitpersonen amerikanischer staatspersonen wird empfohlen, wieder nach unten zu fahren und irgendwo einen kaffee zu trinken, man habe es nicht so gerne, wenn leute auf den drei plastiksitzschalen vor der sichheitskontrolle warten, es scheint &amp;uuml;berhaupt keinen raum mit fenstern oder aussicht zu geben, daf&amp;uuml;r hat man eine wirklich gute aussicht vom rheinturm, man lehnt sich an die glasscheibe und sieht unter sich das parlament und die stadt d&amp;uuml;sseldorf, die sich in der milchigen br&amp;uuml;he des novembernebels verliert, irgendwie britisch das wetter, vielleicht mit absicht, schlie&amp;szlig;lich kommt heute die queen nach d&amp;uuml;sseldorf, deswegen wird der platz vor dem landtag auch gerade abgesperrt und ein roter teppich erst ausgerollt, dann eine halbe stunde zurechtzupft und gesaugt, und deswegen weigert die belegschaft des fernsehturms sich zu arbeiten, und klebt lieber an den fensterscheiben, trinkt seelenruhig einen kaffee nach dem anderen und fachsimpelt &amp;uuml;ber das k&amp;ouml;nigshaus, schlie&amp;szlig;lich: det liesken k&amp;uuml;tt, und das passiert nicht alle tage, und tats&amp;auml;chlich: et k&amp;uuml;tt, ein hubschrauber brummt auf augenh&amp;ouml;he an uns vorbei und dann tauchen an der rheinpromenade die lichtsignale des motorradkonvois auf und schieben sich langsam richtung landtag, die menschen vor dem parlament schwenken ihre britischen flaggen, eine kapelle im kilt spielt marschmusik, der bordeauxrote bentley h&amp;auml;lt am roten teppich und ein winzigkleines braunes k&amp;ouml;stum, flankiert von ein paar schwarzen anz&amp;uuml;gen verschwindet &amp;uuml;ber den teppich in den landtag, schon ist sie weg, bevor man richtig realisert hat: det war dat liesken.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>orte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-11-05T10:40:06Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/390642/">
    <title>das universum (eine bibliothek)</title> 
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    <description>Noch mehr &amp;uuml;ber Wale: gerade malt mir Joshua (acht Jahre) jede Woche ein Walbild und fast habe ich &quot;&lt;i&gt;Moby Dick&lt;/i&gt;&quot; von &lt;i&gt;Hermann Melville &lt;/i&gt;durchgelesen, eins von diesen B&amp;uuml;chern, die zu lesen man immer wieder hinausschiebt: unendlich dick ist das Buch und eigentlich glaubt man zu wissen worum es geht, K&amp;auml;p&amp;acute;tn Ahab jagt den wei&amp;szlig;en Wal. Aber eigentlich geht es wie in jedem Buch um viel mehr, um alles. Zwar mu&amp;szlig; man sich immer wieder durch Kapitel lesen, in denen detailliert Walfangschiffe, Walfangtechniken, Waltauchtechniken und Walfanggechichte beschrieben wird, aber immer wieder l&amp;ouml;st sich die Geschichte von technischen Details und das Buch wird sehr nachdenklich, und wenn es um die Wale geht, sogar sehr z&amp;auml;rtlich, obwohl es aus der Perspektive des Walf&amp;auml;ngers Ismael geschrieben wurde. Zwei Beispiele (aber es gibt unendlich viele, und das Buch ist ja noch gar nicht zuende gelesen, und am Ende soll es noch richtig spannend werden): in einem Kapitel kreuzt die Pequod (so hei&amp;szlig;t Ahabs Schiff) &amp;uuml;ber einem riesigen Schwarm Wale (daher hei&amp;szlig;t das Kapitel: die Armada) und die Walf&amp;auml;nger beobachten in den Tiefen des klaren Wassers ger&amp;uuml;hrt s&amp;auml;ugende Mutterwale, deren Junge arglos die Schatten des Schiffes betrachten, welches unterwegs ist, die eigenen Artgenossen zu schlachten. In einem anderen, ber&amp;uuml;hmten Kapitel wird die Frage untersucht, warum die Farbe Wei&amp;szlig; einen besonderen Schrecken ausstrahlt (Moby Dick ist ja ein wei&amp;szlig;er Wal) und Ismael stellt am Ende fest, dass im Grunde die ganze Welt nur in ein wei&amp;szlig;es Leichentuch geh&amp;uuml;llt ist, schlie&amp;szlig;lich werden alle bunten Farben absorbiert, um von uns gesehen zu werden, zur&amp;uuml;ck k&amp;ouml;nne also nur das bleiche, fahle Wei&amp;szlig; bleiben.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>das universum (eine bibliothek)</dc:subject>
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    <dc:date>2004-11-05T10:20:52Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/382390/">
    <title>die pracht des planeten</title> 
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    <description>Aus dem neuen mare-Heft (in dem es eigentlich um Istanbul geht):&lt;br /&gt;
&quot;Wie viele Blauwale gibt es eigentlich noch?&lt;br /&gt;
Ein Herz so gro&amp;szlig; wie ein VW-K&amp;auml;fer, eine Arterie, durch die bequem ein Mensch krabbeln k&amp;ouml;nnte, 150 Tonnen Gewicht bei 33 Meter L&amp;auml;nge - der Blauwal ist das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Gesch&amp;ouml;pf, das es je auf der Erde gab. Und gro&amp;szlig; ist auch sein Appetit: Etwa 100 Kilogramm haupt&amp;auml;chlich Leuchtgarnelen, auch Krill genannt,verschlingt er auf einmal, bis zu vier Tonnen t&amp;auml;glich. Feinde hat er keine - au&amp;szlig;er dem Menschen. Von dem 1926 auf 200.000 Tiere gesch&amp;auml;tzten Bestand lebt nur noch ein Bruchteil. Allein 1931 schlachteten Walf&amp;auml;nger in der Antarktis 29.000 Blauwale ab: f&amp;uuml;r Lampen&amp;ouml;l und Korsettstangen. Erst seit 1986 ist er gesch&amp;uuml;tzt. Heute machen ihm Unterwasserl&amp;auml;rm und Klimawandel zu schaffen. Wie viele Blauwale noch durch die Meere ziehen, l&amp;auml;sst sich kaum bestimmen; zu selten begegnen wir ihm, wenn er zum Atmen auftaucht. Die Sch&amp;auml;tzungen schwanken zwischen 700 und 4900 Tieren - nicht genug, glauben Forscher, um die Art zu erhalten. Denn Blauwale vermehren sich sehr langsam. So gro&amp;szlig; sie auch sind, in den Ozeanen einen Partner zu finden f&amp;auml;llt ihnen schwer.&quot;</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>die pracht des planeten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-29T09:49:12Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/381128/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Manchmal sehe ich an er Uni noch Dr. Anne D., bei der ich vor ein paar Jahren ein zur Abwechslung interessantes und gem&amp;uuml;tliches Seminar besucht habe. Keine Ahnung, warum ihre &amp;Uuml;bungen im Vorlesungsverzeichnis f&amp;uuml;r Geschichte stehen: eigenltich ist die Doktorin der Philosophie und es geht in den Seminaren fast ausschlie&amp;szlig;lich um theologische und philosophische Diskussionen des siebzehnten Jahrhundert. Keine Ahnung, warum ihre &amp;Uuml;bungen im Haus der Niederlande stattfinden - vielleicht weil sie aus Belgien stammt? Ihr Akzent kann sich nie wirklich zwischen franz&amp;ouml;sischen und englischen Wurzeln entscheiden, aber wenn sie einen Exkurs in einer dieser Sprachen startet, kann es genauso passieren, dass pl&amp;ouml;tzlich deutsche W&amp;ouml;rter in ihre Rede einflie&amp;szlig;en. Vor ein paar Jahren habe ich bei ihr ein Seminar &amp;uuml;ber Menasseh Ben Isaak besucht, einem Rabbiner aus Amsterdam, der das englische Parlament dazu &amp;uuml;berreden wollte, Juden die Ansiedlung auf den britischen Inseln wieder zu erlauben, sp&amp;auml;ter ging es in dem Seminar aber mehr um englische Flugschriften aus der Zeit des B&amp;uuml;rgerkriegs, in denen religi&amp;ouml;se Eiferer ihre Hoffnung zum Ausdruck brachten, mit der Ansiedlung der Juden in England k&amp;ouml;nnte endlich deren Zerstreung beendet werden und damit nach der Prophezeiung Daniels das Weltende endlich m&amp;ouml;glich sein. Ihr Seminar hat die vier Studenten, die regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig dienstag morgends im Krameramtshaus erschienen, in einiger Verwirrung zur&amp;uuml;ckgelassen: einen katholischen Theologen, der kurz davor war, zum Priester gesalbt zu werden, eine etwas verh&amp;auml;rmte Studentin der evangelischen Theologie, und ein Geschichtsstudent, der nachher meinte: hat sie eigentlich eine der Fragen beantwortet, die sie am Anfang gestellt hat? N&amp;ouml;, meinte ich, aber irgendwie hatte ich das Gef&amp;uuml;hl, das sie auch nie wirklich vorgehabt hat.&lt;br /&gt;
Manchmal sehe ich sie, in der Unibibliothek, mit riesigen Taschen voller Stapel Kopien, oder unter den B&amp;ouml;gen vor dem Krameramtshaus, wenn sie den Regen abwartet, und sich eine raucht, ihre gedrungene, dicke Gestalt in einen etwas verschlissenen Pelzmantel geh&amp;uuml;llt, eine Hand h&amp;auml;lt die Zigarette, mit der anderen versucht sie ihr Fahrrad mit den vielen T&amp;uuml;ten und Beuteln am Umfallen zu hindern, und mit skeptischen Blicken mustert sie die Vorbeilaufenden.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-28T10:21:16Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/377122/">
    <title>orte</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/377122/</link>
    <description>der ort ork existiert: er liegt zwischen g&amp;ouml;tterswickersham und spellum hinter den rheindeichen bei voerde, zwischen einem dorf mit restaurant internationaler k&amp;uuml;che und bosnischen besitzern, die zwischen &amp;ouml;lgem&amp;auml;lden jugoslawischer k&amp;uuml;stenst&amp;auml;dte noch die flaggen hundertj&amp;auml;hriger sch&amp;uuml;tzenvereine und s&amp;auml;ngerb&amp;uuml;nde namens &quot;germania&quot; h&amp;auml;ngen lie&amp;szlig;en, und einer dorfkirmes mit einem autoscooter, der gerade so auf die dorfstra&amp;szlig;e pa&amp;szlig;t, und einem stand zum entenangeln und einem simulator, in dem kinder verschwinden und beim hin- und herschaukeln schreien und kreischen, nach einbruch der dunkelheit kann kann man &amp;uuml;ber die rheindeiche steigen und zum ufer laufen, wo kleine neonblaue k&amp;ouml;der leuchten und manchmal die zigarette eines anglers, langsam ziehen die gro&amp;szlig;en kohlenlastschiffe vorbei, die signallichter am heck leuchten und am horizont blinken in jeder richtung die roten und grellen lichter der kraftwerke und ab und zu l&amp;auml;&amp;szlig;t ein hochofen den himmel orange leuchten, zur&amp;uuml;ck hinterm deich l&amp;auml;uft man an ein paar bauernh&amp;auml;usern und ruhenden k&amp;uuml;hen vorbei und man f&amp;uuml;hlt sich, und dabei leuchten die st&amp;auml;dte des ruhrgebietes &amp;uuml;berall am horizont,  am ende der welt.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>orte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-25T09:08:19Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/365187/">
    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Georg Rabach&lt;br /&gt;
WEIL er mir seinen kleinen Garten auf der Dominsel in Brandenburg gezeigt hat. Die Dominsel (kleiner Exkurs) ist der &amp;auml;lteste Teil der Stadt Brandenburgs, und wie jeder in Brandenburg stolz erz&amp;auml;hlt, &amp;auml;lter als Berlin, und besteht nur aus ein paar H&amp;auml;userzeilen und dem gotischen Backsteindom. In einem der wenigen H&amp;auml;usern ist Georg Rabach 1920 geboren worden und bis 1998 hat er auf der kleinen Insel gelebt, bis seine Frau starb und er ins Haus seiner Tochter umgezogen ist, aber noch immer macht er sich jeden zweiten Tag auf die mindestens halbst&amp;uuml;ndige Reise zur Dominsel, &amp;ouml;ffnet die Gittert&amp;uuml;r neben seinem Geburtshaus und geht langsam auf dem schmalen Pfad zwischen den G&amp;auml;rten zum Seeufer. Eigentlich kein Seeufer, sondern das Ufer eines Flu&amp;szlig;arms, als Kind ist er zur anderen Seite geschwommen oder zu einer unbewohnten Insel mit riesigen B&amp;auml;umen, auf denen Reiher nisten. Dann geht er zu seinem kleinen Grundst&amp;uuml;ck, auf dem er mit seiner Familie zu DDR-Zeiten illegale religi&amp;ouml;se Zusammenk&amp;uuml;nfte abgehalten hat, trinkt ein Bierchen auf der Terrasse des kleinen Gartenh&amp;auml;uschen und sieht nach den Tomaten im Treibhaus. WEIL er sagt: sechs Jahre warte ich jetzt auf meine Frau, aber sieh mal: als ich im Gef&amp;auml;ngnis war, hat sie sieben Jahre auf mich gewartet. Und wir konnten uns nur alle drei Monate eine halbe Stunde sehen und nicht mal ber&amp;uuml;hren. Und gerade mal einen kleinen Brief im Monat schreiben, wenn er nicht zensiert wurde. Jetzt warte ich, aber wenn sie wiederkommt, m&amp;ouml;chte ich dabei sein.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-15T10:03:10Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/365163/">
    <title>orte</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/365163/</link>
    <description>das kleine st&amp;auml;dtchen werder liegt direkt vor potsdam und nahe an berlin zwischen einer reihe kleiner idylllischen seen, und wo sich diese seen an einer besonders idyllischen stelle treffen hatte ein investor eine besonders idyllische idee: man baue um ein klobiges fontane-denkmal herum eine reihe wei&amp;szlig;gestrichener, holzbekleideter doppelhaush&amp;auml;lften mit s&amp;uuml;dstaatenveranden und blaugedeckten d&amp;auml;chern, der eingang zu diesem wohnpark flankiert von zwei kreisrunden gelbverklinkerten wehrt&amp;uuml;rmen, ein schlo&amp;szlig; im cinderella-stil als kr&amp;ouml;nung, und direkt am seeufer ein fischrestaurant, benannt nach ernest hemingway und dekoriert mit postkarten seines hauses und seiner bar auf key west sowie alten postkarten aus florida, im sommer k&amp;ouml;nnen g&amp;auml;ste auf der veranda direkt am see sitzen, im oktober verringern sich die sitzm&amp;ouml;glichkeiten daher um die h&amp;auml;lfte, und wir zum beispiel finden keinen platz, aber so richtig h&amp;auml;tten wir in das versnobte west-berliner sonntags-ausflug-publikum auch nicht gepasst, und wir verschwinden aus dem wohnpark, der bewacht wird von einem uniformierten informationsm&amp;auml;nnchen in einer kleinen holzh&amp;uuml;tte, der immobilienprospekte verteilt, und essen etwas wesentlich g&amp;uuml;nstigeres in dem italienischen restaurant an der ecke, in welches schon alt gewordene s&amp;ouml;hne ihre m&amp;uuml;tter ausf&amp;uuml;hren, die ihrerseits so alt sind, dass sie sich noch nicht richtig an die italienische k&amp;uuml;che gew&amp;ouml;hnt haben und sich weigern pizza zu essen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>orte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-15T09:51:17Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/360547/">
    <title>Why on earth the mullahs like soccer?</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/360547/</link>
    <description>Wahrscheinlich m&amp;ouml;gen die Mullahs im Iran Fu&amp;szlig;ball gar nicht und w&amp;uuml;rden sich w&amp;uuml;nschen, dass ihre religi&amp;ouml;sen Programme so viel Begeisterung entfachen k&amp;ouml;nnten wie die deutsche Fu&amp;szlig;ballnationalmannschaft, die schon lange nicht mehr in Deutschland so bejubelt wurde wie in Teheran. Wahrscheinlich ist es auch schon lange her, dass 100.000 Iraner freiwillig Stadien st&amp;uuml;rmen, um f&amp;uuml;r die Ayatollas zu demonstrieren, dann noch und weitere 150.000 drau&amp;szlig;en bleiben m&amp;uuml;ssen, weil sie keinen Einla&amp;szlig; mehr bekommen k&amp;ouml;nnen.&lt;br /&gt;
Immerhin kann die religi&amp;ouml;se F&amp;uuml;hrung des Iran noch verhindern, dass auch Frauen zu F&amp;uuml;&amp;szlig;ballspielen zugelassen werden, unter den 100.000 waren nur ein paar weibliche, deutsche Botschaftsangeh&amp;ouml;rige. Nicht verhindern konnten sie die deutschsprachige Bandenwerbung. Unter anderem f&amp;uuml;r Bitburger. Bierwerbung in einer islamischen Theokratie? Aber nur f&amp;uuml;r alkoholfreies Bitburger.&lt;br /&gt;
Wer wei&amp;szlig;, was passiert w&amp;auml;hre, wenn der Iran am Samstag gewonnen h&amp;auml;tte - w&amp;auml;re dann eine Revolution ausgebrochen. 250.000 Leute m&amp;uuml;&amp;szlig;ten ausreichen. So gesehen k&amp;ouml;nnen die Mullahs sich bei Fabian Ernst, Thomas Brdaric und Jens Lehmann sogar noch bedanken.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>soccer</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-12T09:29:27Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/360531/">
    <title>human being</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/360531/</link>
    <description>Samstag bin ich mit meiner Freundin und meiner Oma ausgegangen. Zum Italiener, da f&amp;auml;llt meiner Oma die Wahl nicht so schwer, zu einem Spaziergang auf der Promenade, und zu einem Kaffee, irgendwo. &lt;br /&gt;
Pl&amp;ouml;tzlich fing meine Oma an zu erz&amp;auml;hlen - falscher Satzanfang, eigentlich redet meine Oma ununterbrochen, also nochmal - &lt;br /&gt;
Pl&amp;ouml;tzlich wechselte meine Oma das Thema und erz&amp;auml;hlte von der Zeit nach dem Krieg, als sie mit ihrem Mann in dem Kino an der Weselerstra&amp;szlig;e (wo sp&amp;auml;ter das Jovel war und jetzt ein Supermarkt) Aufkl&amp;auml;rungsfilme ansehen mu&amp;szlig;te.&lt;br /&gt;
Aufkl&amp;auml;rungsfilme, Oma??&lt;br /&gt;
Ja, aber nat&amp;uuml;rlich mehr so wegen Krankheiten und so. Auf jeden Fall mu&amp;szlig;ten M&amp;auml;nner und Frauen getrennt sitzen, in unterschiedlichen H&amp;auml;lften des Kinos. Aber meine Oma hatte Gl&amp;uuml;ck, und sie kichert, w&amp;auml;hrend sie das erz&amp;auml;hlt: sie konnte direkt am Rand sitzen, und direkt neben ihrem Mann.&lt;br /&gt;
Es war gar nicht so einfach, dass ins Englische zu &amp;uuml;bersetzen. &quot;Enlightment&quot; passt irgendwie in diesem Zusammenhang nicht, und ein wirkliches englisches Wort gibt es nicht, nur einen langen idiomatischen Ausdruck mit &quot;bees&quot; etc.&lt;br /&gt;
Jocelyn mu&amp;szlig; lachen, als ich ihr die Storxy &amp;uuml;bersetze, dann denkt sie kurz nach, und pl&amp;ouml;tzlich fragt sie: Wie ist deine Oma denn auf einmal auf DIESES Thema gekommen??</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-12T09:18:59Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/357523/">
    <title>orte</title> 
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    <description>der wei&amp;szlig;e riese in berg fidel ist sicherlich das gr&amp;ouml;&amp;szlig;te hochhaus m&amp;uuml;nsters, aber ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wieviele stockwerke es hat, f&amp;uuml;nfzehn, sechzehn vielleicht, fr&amp;uuml;her waren die wohnungen dort ziemlich teuer, obwohl man selbst von ganz oben aus nur &amp;uuml;ber andere hochh&amp;auml;user sehen kann, &amp;uuml;ber das marode preu&amp;szlig;enstadion und das gewerbegebiet an der siemensstra&amp;szlig;e, aber inzwischen wohnen immer mehr aussiedler im wei&amp;szlig;en riesen, viele perser und tamilen zum beispiel, und vor kurzem hatten die bewohner wochenlang ein problem: der fahrstuhl war kaputt und funktionierte nicht, wochenlang nicht, m&amp;uuml;tter mu&amp;szlig;ten ihren kinderwagen untenstehen lassen und alle kinder und eink&amp;auml;ufe bis nach oben tragen und viele alte leute, die nur einmal am tag in der lage waren, den langen auf- bezwiehungsweise abstieg zu bew&amp;auml;ltigen, mu&amp;szlig;ten ihren tag jeden morgen perfekt planen, nichts durfte oben liegen gelassen werden, an alles mu&amp;szlig;te gedacht sein, wollte man nicht noch einmal den langen weg nach oben machen, und bevor man zur&amp;uuml;ck nach hause kommen durfte, mu&amp;szlig;te alles erledigt gewesen sein, alle eink&amp;auml;ufe get&amp;auml;tigt, alle rezepte abgeholt und alle arztbesuche &amp;uuml;berstanden sein, war man sich auch wirklich sicher, dann konnte man die treppen in den sechzehnten stockwerk mit der wunderbaren aussicht wieder in angriff nehmen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>orte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-09T09:23:59Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/357514/">
    <title>was am 19.02.1978 alles noch so geschah</title> 
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    <description>Der 19.02.1978 war ein Sonntag und mein Geburtstag. Beim Lesen der Stasi-Akten von Georg Rabach aus Brandenburg, der sieben Jahre in der DDR im Gef&amp;auml;ngnis war, weil er als Zeuge Jehovas missionierte, habe ich folgenden handschriftlichen Brief gefunden. Der Name des Absenders/der Absenderin ist leider geschw&amp;auml;rzt, Rechtschreib- und Grammatikfehler des Originals sind &amp;uuml;bernommen worden:&lt;br /&gt;
&quot;Am Sonntag, dem 19.02.78, bin ich um 10.00 Uhr aufgestanden und bereite gerade Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck zu.&lt;br /&gt;
Um 10.30 Uhr klopfte es an unserer T&amp;uuml;r und machte sofort auf. Vor der T&amp;uuml;r standen zwei M&amp;auml;nner. einer war ca. 39-40 Jahre und der andere 23-25 Jahre, dieser hatte eine lange Figur ca. 1,83m. Sie hielten mit uns ein Gespr&amp;auml;ch &amp;uuml;ber Jesus Christus, sowie &amp;uuml;ber die Heilige Kuh in Indien. Dann brachten sie noch zum Ausdruck, &amp;uuml;ber die Anzahl der Menschen auf der Erde. Dieses Gespr&amp;auml;ch ging bis 11.30 Uhr. Zum Schlu&amp;szlig; gaben sie uns noch eine Zeitschrift &quot;Der Wachtturm&quot;. Sie stammte aus Wiesbaden vom 15.07.1977.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag kam eine Nachbarin zu uns und erz&amp;auml;hlte, das diese beiden M&amp;auml;nner auch bei ihnen waren. Dann sagte sie, da&amp;szlig; es in unserer Republik solche Gruppe gibt, die Leute werben. SIe oder ihre Mutter waren auch schon einmal in solch einer Situation.&lt;br /&gt;
Darauf hin habe ich heute meine Dienststelle dar&amp;uuml;ber informiert sowie die Zeitung &amp;uuml;bergeben.&quot;</description>
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    <dc:date>2004-10-09T09:15:29Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/351039/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Ein Semesterferienjob ist zu Ende gegangen. Die letzten Wochen sollte ich f&amp;uuml;r eine etwas esoterisch angehauchte Nachbarin ihre Balkonblumen gie&amp;szlig;en. Ihre Wohnung ist vollgestellt mit B&amp;uuml;chern von C.G.Jung und Sammelausgaben von Hermann Hesse, und im Regal steht auf einem Ehrenplatz ein richtig antiker Buddhakopf aus der Zeit der Gandhara-Dynastie, sehr kostbar, sagt sie, lassen Sie blo&amp;szlig; niemanden in die Wohnung, dem man nicht trauen kann.&lt;br /&gt;
Eigentlich habe ich sowieso kein H&amp;auml;ndchen f&amp;uuml;r Blumen, aber diesmal ist mir noch etwas anderes sehr dummes passiert: gerade als es Ende August am hei&amp;szlig;esten war, habe ich den Schl&amp;uuml;ssel in ihrer Wohnung liegengelassen. In M&amp;uuml;nster hatte niemand einen Ersatzschl&amp;uuml;ssel. Also mu&amp;szlig;te ich vom Nachbarbalkon ziemlich akrobatisch &amp;uuml;ber die Mauer klettern, um wenigsten alle paar Wochen mal die Blumen zu gie&amp;szlig;en. Gereicht hat es aber trotzdem nicht: ein paat Blumen sind trotzdem eingegangen, die Dame war zwar nicht sehr gl&amp;uuml;cklich dar&amp;uuml;ber, blieb aber trotzdem freundlich, und ich habe insgesamt sechs Euro mit diesem Job verdient.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
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    <dc:date>2004-10-03T08:59:56Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Armin&lt;br /&gt;
schon alleine WEIL er immer noch lebt, und die &amp;Auml;rzte haben ihn schon vor drei Jahren aufgegeben. Aber Moni k&amp;auml;mpft um ihren Mann wie ein L&amp;ouml;we, damals hat sie ein neues Medikament durchgesetzt und der Krebs konnte gestoppt werden, und jetzt hofft sie immer noch und versucht es mit einer Apfelsinenkernkur. Was die &amp;Auml;rzte sagen ist mir egal, sagt sie, da hat immer noch Gott da letzte Wort, und solange noch was geht, glaub ich fest daran, dass Armin das schafft.&lt;br /&gt;
Armin ist f&amp;uuml;nfundzwanzig Jahre &amp;auml;lter als Moni und fr&amp;uuml;her, als junger Mann, hat er als Orgelspieler auf Veranstaltungen Musik gemacht. Am liebsten sitzt er auf seinem Balkon, blickt &amp;uuml;ber die Felder an der Gasselstiege und erz&amp;auml;hlt vom Krieg, als er auf genau diesen Feldern von englischen Fliegern angegriffen wurde. &lt;br /&gt;
Letzte Woche hat Moni ein paar Leute angerufen, die auf der Orgel spielen sollten. Sie hat das Bild mit dem Wasserfall angestellt (das Wasser auf dem Bild begann sich zu bewegen) und dann hat sie Arnim im Krankenhaus angerufen, um ihm mit der Orgelmusik eine Freude zu machen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-03T08:53:14Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/283577/">
    <title>human being</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/283577/</link>
    <description>In der Reihenhaussiedlung meiner Eltern wohnt zwei H&amp;auml;user weiter ein ziemlich spie&amp;szlig;iges Ehepaar (Zwischenfrage: wie definiert man spie&amp;szlig;ig? Mein Vorschlag: wenn man nicht &amp;uuml;ber seinen eigenen Horizont gucken kann, oder besser noch: nicht gucken will). Im Garten langweilen sich L&amp;ouml;wenskulpturen und Laternen aus falschem Marmor, wenn man sich vor dem Haus unterh&amp;auml;lt, bringt sie grunds&amp;auml;tzlich gerade zuf&amp;auml;llig den M&amp;uuml;ll raus oder mu&amp;szlig; die Blumen gie&amp;szlig;en, der Mercedes wird jeden Samstag gewaschen (obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist) und beide &amp;auml;rgert es sehr, wenn der Parkplatz direkt vor ihrem Haus besetzt ist. Vor ein paar Jahren ist das F&amp;uuml;rchterlichste passiert: ein Sturm hat eine hohe Birke so ungl&amp;uuml;cklich gef&amp;auml;llt, dass dabei der Zierapfelbaum, die Kr&amp;ouml;nung des Gartens, zerst&amp;ouml;rt wurde. Und dann ist wegen zweier Todesf&amp;auml;lle (aber das ist eine andere Geschichte) auch noch das direkte Nachbarhaus freigeworden und beinahe w&amp;auml;re eine t&amp;uuml;rkische Familie mit vielen Kindern dort eingezogen. Ich hatte mich schon auf gro&amp;szlig;e orientalische Gartenfeste gefreut, aber die Mercedesfahrer hatten tats&amp;auml;chlich vor, etwas dagegen zu unternehmen, wie auch immer sie sich das vorgestellt haben. Jetzt wohnt jedenfalls ein kinderloses Paar in dem Reihenhaus, aber ihre Nachbarn sind trotzdem nicht zufrieden. Er f&amp;auml;hrt einen tiefliegenden, hellblauen Zweisitzer, den man sehr leicht &amp;uuml;bersehen kann, wenn man versucht mit dem Mercedesschiff einzuparken, und beide h&amp;ouml;ren bestimmt keine deutschen Schlager, renovieren alles im Haus selber - was auch nicht lautlos bleibt - und haben gerne Besuch, mit dem sie im Garten sitzen, viel reden und manchmal sogar lauthals lachen. Menschen gibt es.&lt;br /&gt;
Weil unsere Nachbarn keine Lust mehr hatten, st&amp;auml;ndig unerwartet &amp;auml;ltere Leute in ihrem Garten raumlaufen zu sehen, sind sie auf dieselbe L&amp;ouml;sung gekommen sind wie Walter Ullbricht oder Ariel Scharon: sie haben einen Zaun gebaut, der sich an der ganzen schmalen Gartengrenze entlangzieht. Der Garten ist gr&amp;uuml;n und mannshoch. Ein Gitterzaun, den man oft auch in  Zoologischen G&amp;auml;rten sieht, um ein Gepardengehege herum zum Beispiel oder um Giraffen an der Flucht zu hindern. Irgendwann wird der Zaun zuwachsen und ganz nett aussehen. Das wird noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin wird er un&amp;uuml;bersehbar jeden in der Siedlung daran erinnern, wie anstrengend es ist, Nachbarn zu haben.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-24T13:17:13Z</dc:date>
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