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    <title>Dominics Weblog (Rubrik:menschen die ich mag)</title>
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    <title>Dominics Weblog</title>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Georg Rabach&lt;br /&gt;
WEIL er mir seinen kleinen Garten auf der Dominsel in Brandenburg gezeigt hat. Die Dominsel (kleiner Exkurs) ist der &amp;auml;lteste Teil der Stadt Brandenburgs, und wie jeder in Brandenburg stolz erz&amp;auml;hlt, &amp;auml;lter als Berlin, und besteht nur aus ein paar H&amp;auml;userzeilen und dem gotischen Backsteindom. In einem der wenigen H&amp;auml;usern ist Georg Rabach 1920 geboren worden und bis 1998 hat er auf der kleinen Insel gelebt, bis seine Frau starb und er ins Haus seiner Tochter umgezogen ist, aber noch immer macht er sich jeden zweiten Tag auf die mindestens halbst&amp;uuml;ndige Reise zur Dominsel, &amp;ouml;ffnet die Gittert&amp;uuml;r neben seinem Geburtshaus und geht langsam auf dem schmalen Pfad zwischen den G&amp;auml;rten zum Seeufer. Eigentlich kein Seeufer, sondern das Ufer eines Flu&amp;szlig;arms, als Kind ist er zur anderen Seite geschwommen oder zu einer unbewohnten Insel mit riesigen B&amp;auml;umen, auf denen Reiher nisten. Dann geht er zu seinem kleinen Grundst&amp;uuml;ck, auf dem er mit seiner Familie zu DDR-Zeiten illegale religi&amp;ouml;se Zusammenk&amp;uuml;nfte abgehalten hat, trinkt ein Bierchen auf der Terrasse des kleinen Gartenh&amp;auml;uschen und sieht nach den Tomaten im Treibhaus. WEIL er sagt: sechs Jahre warte ich jetzt auf meine Frau, aber sieh mal: als ich im Gef&amp;auml;ngnis war, hat sie sieben Jahre auf mich gewartet. Und wir konnten uns nur alle drei Monate eine halbe Stunde sehen und nicht mal ber&amp;uuml;hren. Und gerade mal einen kleinen Brief im Monat schreiben, wenn er nicht zensiert wurde. Jetzt warte ich, aber wenn sie wiederkommt, m&amp;ouml;chte ich dabei sein.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-15T10:03:10Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Armin&lt;br /&gt;
schon alleine WEIL er immer noch lebt, und die &amp;Auml;rzte haben ihn schon vor drei Jahren aufgegeben. Aber Moni k&amp;auml;mpft um ihren Mann wie ein L&amp;ouml;we, damals hat sie ein neues Medikament durchgesetzt und der Krebs konnte gestoppt werden, und jetzt hofft sie immer noch und versucht es mit einer Apfelsinenkernkur. Was die &amp;Auml;rzte sagen ist mir egal, sagt sie, da hat immer noch Gott da letzte Wort, und solange noch was geht, glaub ich fest daran, dass Armin das schafft.&lt;br /&gt;
Armin ist f&amp;uuml;nfundzwanzig Jahre &amp;auml;lter als Moni und fr&amp;uuml;her, als junger Mann, hat er als Orgelspieler auf Veranstaltungen Musik gemacht. Am liebsten sitzt er auf seinem Balkon, blickt &amp;uuml;ber die Felder an der Gasselstiege und erz&amp;auml;hlt vom Krieg, als er auf genau diesen Feldern von englischen Fliegern angegriffen wurde. &lt;br /&gt;
Letzte Woche hat Moni ein paar Leute angerufen, die auf der Orgel spielen sollten. Sie hat das Bild mit dem Wasserfall angestellt (das Wasser auf dem Bild begann sich zu bewegen) und dann hat sie Arnim im Krankenhaus angerufen, um ihm mit der Orgelmusik eine Freude zu machen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
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    <dc:date>2004-10-03T08:53:14Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>&lt;i&gt;zum Beispiel mag ich LaVita&lt;br /&gt;
WEIL das ja wohl der beste M&amp;auml;dchenname &amp;uuml;berhaupt ist. Und WEIL ich Menschen mag, bei denen man nicht wei&amp;szlig;, welche verr&amp;uuml;ckten Ideen sie als n&amp;auml;chstes haben, zum Beispiel Japanisch zu lernen, um nach Tokio zu fliehen, oder endlich mal Schlagzeug zu spielen, oder einfach mal zwei Monate aufh&amp;ouml;ren zu arbeiten, um sich &amp;uuml;ber seine Zukunft klar zu werden. WEIL sie nach dem ersten Hurrican vor vier Wochen so ver&amp;auml;ngstigt gewesen war (sie war alleine zu Hause gewesen, der Strom war pl&amp;ouml;tzlich weg und das Auge des Sturmes viel n&amp;auml;her als angek&amp;uuml;ndigt), dass sie beim zweiten Hurrican Jocelyn anrief um ihr zu erz&amp;auml;hlen, dass sie gerade in der Central Station Manhattan sei, in Florida h&amp;auml;tte sie es nicht mehr ausgehalten. Ich glaube, da wartet sie den dritten Hurrican jetzt auch noch ab.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
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    <dc:date>2004-09-12T11:34:13Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mochte ich meine Chefin&lt;br /&gt;
und nicht nur WEIL sie meine Chefin jetzt nicht mehr ist, sondern WEIL sie sich sehr angenehm von den Professoren unterscheidet, die ihren Hilfskr&amp;auml;ften nur ungerne w&amp;ouml;chentlich einmal eine Audienz gew&amp;auml;hren. Meine Chefin mu&amp;szlig;te ich duzen undmit dem Vornamen ansprechen. Wenn ich das am Anfang manchmal verga&amp;szlig; und sie doch noch einmal siezte, rief sie laut: DU!DU!DU!DU!, und irgendwann hatte ich das dann verinnerlicht. WEIL sie alle paar Monate ihre Hilfskr&amp;auml;fte zum Essen einl&amp;auml;dt, selber Nudeln dazu kocht und dabei Unmengen Wein vertilgen l&amp;auml;&amp;szlig;t, und in einem niedlichen schweizer Dialekt ihre Geschichte einer Baslerin im Exil erz&amp;auml;hlt, die seit zehn Jahren mit einem Deutschen verheiratet ist und eine Professur in Deutschland hat, aber immer noch keine Aufenthaltsgenehmigung. WEIL ich mir vorher nicht vorstellen konnte, gerne an der Uni zu arbeiten.</description>
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    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
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    <dc:date>2004-09-02T14:25:18Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Gaby&lt;br /&gt;
WEIL sie f&amp;uuml;r mich ungef&amp;auml;hr das ist, was man in der DDR &quot;Heldin der Arbeit&quot; nannte. Morgens f&amp;auml;hrt sie, zur Zeit mit dem Fahrrad, zu ihrer Firma, in der sie acht Stunden lang damit besch&amp;auml;ftigt sein wird, Fleisch in Supermarktpackungen einzulegen. Der Ger&amp;auml;uschpegel ist so laut, die Maschinen l&amp;auml;rmen so ununterbrochen, dass sie einen Ohrensch&amp;uuml;tzer tr&amp;auml;gt, auch wenn ihre Kollegen sie am Anfang Mickey Mouse nannten. Uhren darf sie auf der Arbeit nicht tragen, &amp;ouml;ffentliche Uhren gibt es in den Arbeitsr&amp;auml;umen nicht, nur wenn die Maschinen gerade stehen, h&amp;auml;tte sie kurz Gelegenheit, an einem der Ger&amp;auml;te auf eine kleine Digitalanzeige zu gucken. Meistens wartet sie aber einfach darauf, dass der Maschinenf&amp;uuml;hrer die Pause ank&amp;uuml;ndigt. Sie sch&amp;auml;lt sich dann aus ihren Arbeitsklamotten und arbeitet sich durch die Desinfizierung. Die Pause verbringt sie in der Kantine, dem einzigen Ort mit einer gro&amp;szlig;en Uhr. Dort i&amp;szlig;t sie ein paar Butterbrote. Bezahlt wird sie nach der Anzahl der erledigten Fleischpackungen. Sie wei&amp;szlig;, das sie noch viele Jahre wird dort arbeiten m&amp;uuml;ssen. Das stundenlange Stehen geht ihr in den R&amp;uuml;cken, aber ihr geht es besser, seitdem sie im Fitnessstudio R&amp;uuml;cken&amp;uuml;bungen macht. WEIL sie trotzdem so viele positive Dinge in ihrem Leben sieht, zum Beispiel die Pferde auf dem Weg zu ihrer Arbeit, und sich nie beschwert. WEIL sie immer das Beste aus ihrem Tag macht und sehr viel Freundlichkeit ausstrahlt.</description>
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    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
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    <dc:date>2004-08-26T10:48:44Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich meinen Bruder Manuel&lt;br /&gt;
WEIL er am Wochenende eine richtig nette Party im Garten meiner Eltern veranstaltet hat, und er hat vorher soviele Pavillons aufgebaut, da&amp;szlig; noch nicht einmal die 15Liter Regen pro Quadratmeter am Samstagabend die Stimmung kaputt machen konnten. WEIL er die netteste Lache der Welt hat, wenn er richtig Spa&amp;szlig; an etwas hat und dann in sich hineingluckert. WEIL ich mir manchmal w&amp;uuml;nschen w&amp;uuml;rde, auch so praktisch veranlagt zu sein. Ein, zwei Griffe, alles erledigt, sieht auch noch gut aus und ich kann nur dastehen und staunen.</description>
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    <dc:date>2004-08-17T15:41:48Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mag ich meine Mutter&lt;br /&gt;
WEIL sie mit ihren S&amp;ouml;hnen auf ein richtiges Rock-Festival gefahren ist und drei N&amp;auml;chte dort campiert hat, und jeden Abend hat sie bis zum letzten Act durchgehalten. Das hab ich nicht geschafft. Auf ihrem Campingstuhl sitzt sie, ein Bein &amp;uuml;ber das andere geschlagen, in dem Shirt mit dem Leopardenfellmuster, die blau get&amp;ouml;nten sonnenbrillengl&amp;auml;ser nach hinten geschoben, queen of rock, und meint: Meine g&amp;uuml;te ist das hei&amp;szlig;, guck doch noch mal nach, Robin, das sind jetzt bestimmt schon 42 Grad.&lt;br /&gt;
Man mu&amp;szlig; sie einfach lieben.</description>
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    <dc:date>2004-08-09T10:56:21Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Song-Seuk&lt;br /&gt;
WEIL sie noch eben schnell in dieser Rubrik auftauchen sollte, bervor sie mit ihrer Familie nach Frankfurt zieht. WEIL ihre hei&amp;szlig;en, scharfen koreanischen Suppen in den letzten Jahren das beste Mittel gegen meine Erk&amp;auml;ltungen waren. WEIL sie in ihrem Leben schon mindestens vierzig, f&amp;uuml;nfzig Mal umgezogen ist, und sie trotzdem Ruhe und Sicherheit ausstrahlt. WEIL sie einen sehr gastfreundlichen, gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigen und herzlichen Charakter hat, und trotzdem immer noch nicht ganz an den kalten, desinteressierten Deutschen verzweifelt ist. Einen hat sie sogar geheiratet (der ist aber auch nicht kalt und desinteressiert). Die Hochzeit wurde im Internet nach Korea &amp;uuml;bertragen, damit ihr Vater (ein evangelischer Pfarrer) alles miterleben konnte, und sie sa&amp;szlig; in ihrem traditionellem gr&amp;uuml;nroten Hochzeitskleid vor dem Standesbeamten und hat die ganze Zeit geweint. WEIL sie sich eine halbe Stunde lang lauthals gefreut hat, nur weil ich ihr erw&amp;auml;hnte, dass ich eine Freundin habe. Ich mu&amp;szlig; ihr wie ein hoffnungsloser Fall vorgekommen sein.</description>
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    <dc:date>2004-08-06T09:22:31Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/292473/">
    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Moni Weber&lt;br /&gt;
WEIL sie zwar nur eine sehr kleine Person ist, h&amp;ouml;henm&amp;auml;&amp;szlig;ig, aber daf&amp;uuml;r ist ihr Herz doppelt so gro&amp;szlig; wie ihr K&amp;ouml;rper hoch, mindestens. WEIL sie eigenlich aus Berlin kommt und wahrscheinlich deswegen sagt was sie denkt, und sie sagt soviel, dass es manchmal so scheint, als w&amp;uuml;rde ihre Zunge jeden Denkprozess automatisch in Worte umsetzen. Ein bi&amp;szlig;chen bin ich traurig, dass ich die gro&amp;szlig;en gelben Fleischtomaten, die sie in ihrer Kindheit in Berlin gegessen hat und die ich f&amp;uuml;r sie besorgen sollte, dort nicht gefunden habe. WEIL sie immer eine ganze Menge Hustenbonbons dabei hat, wenn man gerade eins braucht, f&amp;uuml;r den Kreislauf oder die Stimme. &amp;Uuml;berhaupt hat sie immer etwas f&amp;uuml;r andere dabei, und wenn sie Besuch hat, l&amp;auml;uft sie vor Freude aufgeregt zwischen K&amp;uuml;che und E&amp;szlig;zimmer hin und her und macht dabei kleine Luftspr&amp;uuml;nge.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
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    <dc:date>2004-08-03T09:58:52Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mag ich den Simon aus K&amp;ouml;ln&lt;br /&gt;
WEIL er zwar nicht aus K&amp;ouml;ln kommt, aber f&amp;uuml;r diese Stadt wie gemacht ist: unverklemmt kontaktfreudig und unberechenbar in seinen Freudenausbr&amp;uuml;chen. WEIL er sich in seinem Zimmer direkt unter der Decke einen Denkerstuhl angebracht hat, falls ihm mal nach Denken ist, und das kommt bestimmt nicht selten vor. WEIL seine Fotoalben voll sind mit Fotos von Graffittis aus Belfast, Barcelona oder New York, und &amp;uuml;berhaupt viele seiner Fotos oft mehr Geschichten erz&amp;auml;hlen als so manche Weblogbeitr&amp;auml;ge.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-25T20:28:50Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/263267/">
    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>Zum Beispiel mag ich Mieze Bauschulte&lt;br /&gt;
WEIL ich niemanden kenne, der seinen F&amp;uuml;hrerschein schon so lange hat: seit 1939. Einparken hat sie damals nicht gelernt, daf&amp;uuml;r gab es zuwenig Autos, aber sie f&amp;auml;hrt - solange es hell ist - immer noch Auto, und das mit dem Einparken klappt im Allgemeinen immer noch, nur manchmal nimmt sie ein bi&amp;szlig;chen Buschwerk mit, aber das macht dem Auto nichts, sagt sie, sowas ist das alles schon gewohnt. &lt;br /&gt;
WEIL sie Mieze genannt wird, und ich mu&amp;szlig; unbedingt mal herausfinden warum, vielleicht einfach deswegen, weil der Name so gut pa&amp;szlig;t, weil sie tats&amp;auml;chlich manchmal wie eine freundliche, altersweise Gro&amp;szlig;katze wirkt, die immer ein verbindliches L&amp;auml;cheln auf den Lippen hat, egal wie ersch&amp;ouml;pft sie gerade ist.</description>
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    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-12T10:31:03Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/261691/">
    <title>menschen ich die mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mag ich Fortex&lt;br /&gt;
WEIL er so hart arbeiten mu&amp;szlig; und wer-wei&amp;szlig;-wie-viele Putzstellen hat, um seine Familie in Afrika zu ern&amp;auml;hren, aber trotzdem Theresa f&amp;uuml;r zwei Wochen nach Nigeria eingeladen hat und ihr sogar den Flug dahin spendiert. Dabei sind die beiden gar kein Paar, seitdem Fortex in Afrika geheiratet und dort ein Kind hat, trotzdem k&amp;uuml;mmern beide sich r&amp;uuml;hrend um einander, Fortex besucht Theresa zweimal t&amp;auml;glich, wenn sie im Krankenhaus liegt, und Theresa erledigt den ganzen furchterregenden Schreibkram, dem Afrikaner in Deutschland ausgesetzt sind, obwohl die endlosen &amp;Auml;mterbriefwechsel ihr auch Angst einjagen. &lt;br /&gt;
Jetzt fahren sie in elf Tagen nach Afrika und waren extra in Berlin, auf dem Konsulat, wegen Theresas Einreisegenehmigung.&lt;br /&gt;
WEIL Fortex fast geweint hat vor Freude, als jemand ihm Kinderb&amp;uuml;cher mit biblischen Geschichten organisiert hat, die er seinem Sohn in Nigeria mitbringen will, und aus Traurigkeit, als Deutschland bei der EM in der Vorrunde ausgeschieden ist. Also mich hat das nicht so mitgenommen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-09T10:47:48Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/255455/">
    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mag ich den Erzbischof,&lt;br /&gt;
WEIL er nat&amp;uuml;rlich in Wirklichkeit kein Erzbischof ist, wer wei&amp;szlig;, ob ich ihn dann auch m&amp;ouml;gen w&amp;uuml;rde. Seinen echten Namen habe ich leider vergessen. Jedes Mal, wenn ich ihn treffe, ist mir das peinlich, denn meinen Namen wei&amp;szlig; er noch, und als Erzbischof will ich ihn auch nicht unbedingt ansprechen. Wir waren mal zusammen auf Exkursion in der Normandie, und der Erzbischof war mit Abstand der &amp;Auml;lteste in der Gruppe. Selbst Geschichtsstudenten h&amp;ouml;heren Semesters entwickeln sich auf Exkursionen zu VIertkl&amp;auml;ssern auf Klassenfahrt zur&amp;uuml;ck, und irgendwie wurde eine &amp;auml;ltere Studentin pl&amp;ouml;tzlich zur  &quot;HERZOGIN&quot; und hat wahllos Titel verteilt und Hofdamen, Herolde, Barden ernannt, und so blieb dem Erzbischof als Einzigem &amp;uuml;ber sechzig nichts anderes &amp;uuml;brig, als eine geistliche Rolle zu &amp;uuml;bernehmen, was er auch gerne machte, ich glaube er war in dem Moment nicht weniger angetrunken als die HERZOGIN. Zugegebenerma&amp;szlig;en h&amp;auml;tte er auch in Wirklichkeit Erzbischof werden k&amp;ouml;nnen: fast w&amp;auml;re er Priester geworden, aber kurz vor den letzten Weihen hat er doch lieber geheiratet und ist Bankkaufmann geworden. Und nachdem er in den Ruhestand versetzt wurde, begann er seinen Magister in Geschichte zu machen. Er ist fast fertig, aber als ich ihn gestern getroffen habe, ging es ihm trotzdem nicht gut. Er hatte im Winter eine Krebsoperation &amp;uuml;berstanden und die Werte sind immer noch nicht wie sie sein sollten. Jetzt mu&amp;szlig; er noch ein paar Wochen auf weitere Ergebnisse warten, aber er versuchte so optimistisch wie m&amp;ouml;glich zu wirken: Da mu&amp;szlig; man durch, sagte er, und wenn man sich auf Besseres konzentriert, dann geht es einem auch gleich besser. &lt;br /&gt;
Das w&amp;uuml;nsche ich ihm.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-02T08:53:43Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/251040/">
    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum beispiel mag ich Miriam und Andr&amp;eacute;&lt;br /&gt;
WEIL sie sich so gut verstehen, obwohl sie sehr unterschiedlich sind, Miriam eher z&amp;ouml;gernd, nachdenklich und ruhebed&amp;uuml;rftig, Andr&amp;eacute; eher unternehmungslustig, sehr gesellschaftsfreudig und ohne &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssige Bedenken, trotzdem arrangieren sie sich und machen zusammen das beste aus ihrem Leben. WEIL ich sie ganz sch&amp;ouml;n vermissen werde, jetzt da sie nach Bonn gezogen sind und gestern etwas verloren in ihrer neuen Wohnung standen und so aussahen, als w&amp;uuml;&amp;szlig;ten sie nicht recht, wie das alles passieren konnte, pl&amp;ouml;tzlich in einer anderen Stadt, und in einem Hochhaus zu wohnen, mit Blick aufs Siebengebirge, aber ohne die M&amp;ouml;glichkeit, in zwei Minuten mit dem Fahrrad durch die Felder zu fahren. WEIL es nett ist Freunde zu haben wie sie, die ihre Meinung sagen, ermuntern k&amp;ouml;nnen und im Notfall auch zu einem stehen w&amp;uuml;rden.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-06-27T09:40:50Z</dc:date>
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    <title>menschen die ich mag</title> 
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    <description>zum Beispiel mochte ich Onkel Fritz immer besonders gerne,&lt;br /&gt;
WEIL er der liebenswerteste Opa der Welt war. Leider war er nicht mein Opa, nur der von meinem Cousin, und ein bi&amp;szlig;chen war ich immer neidisch: ich h&amp;auml;tte auch gerne einen kleinen, lieben Opa mit Knuddelnase gehabt, der immer alles mit macht. Er war schon &amp;uuml;ber achtzig, da ist er noch mit seinem Enkel Wildwasserbahn gefahren, hat im Garten Klimmz&amp;uuml;ge an der Teppichstange gemacht und Fu&amp;szlig;ball gespiel (bis er sich einmal seine Schuhe kaputtgespielt hat, die Sohle hatte sich gel&amp;ouml;st und er ist barfu&amp;szlig; nachhause gegangen). Das war in Stuttgart, wir haben auf einem Schulhof gespielt und mu&amp;szlig;ten daf&amp;uuml;r &amp;uuml;ber ein Tor klettern, nur Onkel Fritz ist au&amp;szlig;en rum gelaufen. Schaffst du es nich mehr hier r&amp;uuml;ber zu klettern, Onkel Fritz, habe ich etwas erstaunt gefragt. Doch, doch, meinte er, aber was w&amp;uuml;rden denn die Leute denken? Und WEIL er aus Ostpreu&amp;szlig;en kam und deswegen immer vom heilijen Jeist gesprochen und URall statt Ural gesagt hat. WEIL er zu den Leuten geh&amp;ouml;rt, die eigentlich niemals h&amp;auml;tten sterben d&amp;uuml;rfen, weil wie k&amp;ouml;nnte die Welt ohne sie auskommen? &lt;br /&gt;
Freitag ist er gestorben, und jetzt m&amp;uuml;ssen wir erstmal ohne ihn auskommen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>menschen die ich mag</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-06-20T10:34:12Z</dc:date>
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