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    <title>Dominics Weblog (Rubrik:human being)</title>
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    <title>Dominics Weblog</title>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/381128/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Manchmal sehe ich an er Uni noch Dr. Anne D., bei der ich vor ein paar Jahren ein zur Abwechslung interessantes und gem&amp;uuml;tliches Seminar besucht habe. Keine Ahnung, warum ihre &amp;Uuml;bungen im Vorlesungsverzeichnis f&amp;uuml;r Geschichte stehen: eigenltich ist die Doktorin der Philosophie und es geht in den Seminaren fast ausschlie&amp;szlig;lich um theologische und philosophische Diskussionen des siebzehnten Jahrhundert. Keine Ahnung, warum ihre &amp;Uuml;bungen im Haus der Niederlande stattfinden - vielleicht weil sie aus Belgien stammt? Ihr Akzent kann sich nie wirklich zwischen franz&amp;ouml;sischen und englischen Wurzeln entscheiden, aber wenn sie einen Exkurs in einer dieser Sprachen startet, kann es genauso passieren, dass pl&amp;ouml;tzlich deutsche W&amp;ouml;rter in ihre Rede einflie&amp;szlig;en. Vor ein paar Jahren habe ich bei ihr ein Seminar &amp;uuml;ber Menasseh Ben Isaak besucht, einem Rabbiner aus Amsterdam, der das englische Parlament dazu &amp;uuml;berreden wollte, Juden die Ansiedlung auf den britischen Inseln wieder zu erlauben, sp&amp;auml;ter ging es in dem Seminar aber mehr um englische Flugschriften aus der Zeit des B&amp;uuml;rgerkriegs, in denen religi&amp;ouml;se Eiferer ihre Hoffnung zum Ausdruck brachten, mit der Ansiedlung der Juden in England k&amp;ouml;nnte endlich deren Zerstreung beendet werden und damit nach der Prophezeiung Daniels das Weltende endlich m&amp;ouml;glich sein. Ihr Seminar hat die vier Studenten, die regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig dienstag morgends im Krameramtshaus erschienen, in einiger Verwirrung zur&amp;uuml;ckgelassen: einen katholischen Theologen, der kurz davor war, zum Priester gesalbt zu werden, eine etwas verh&amp;auml;rmte Studentin der evangelischen Theologie, und ein Geschichtsstudent, der nachher meinte: hat sie eigentlich eine der Fragen beantwortet, die sie am Anfang gestellt hat? N&amp;ouml;, meinte ich, aber irgendwie hatte ich das Gef&amp;uuml;hl, das sie auch nie wirklich vorgehabt hat.&lt;br /&gt;
Manchmal sehe ich sie, in der Unibibliothek, mit riesigen Taschen voller Stapel Kopien, oder unter den B&amp;ouml;gen vor dem Krameramtshaus, wenn sie den Regen abwartet, und sich eine raucht, ihre gedrungene, dicke Gestalt in einen etwas verschlissenen Pelzmantel geh&amp;uuml;llt, eine Hand h&amp;auml;lt die Zigarette, mit der anderen versucht sie ihr Fahrrad mit den vielen T&amp;uuml;ten und Beuteln am Umfallen zu hindern, und mit skeptischen Blicken mustert sie die Vorbeilaufenden.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-28T10:21:16Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/360531/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Samstag bin ich mit meiner Freundin und meiner Oma ausgegangen. Zum Italiener, da f&amp;auml;llt meiner Oma die Wahl nicht so schwer, zu einem Spaziergang auf der Promenade, und zu einem Kaffee, irgendwo. &lt;br /&gt;
Pl&amp;ouml;tzlich fing meine Oma an zu erz&amp;auml;hlen - falscher Satzanfang, eigentlich redet meine Oma ununterbrochen, also nochmal - &lt;br /&gt;
Pl&amp;ouml;tzlich wechselte meine Oma das Thema und erz&amp;auml;hlte von der Zeit nach dem Krieg, als sie mit ihrem Mann in dem Kino an der Weselerstra&amp;szlig;e (wo sp&amp;auml;ter das Jovel war und jetzt ein Supermarkt) Aufkl&amp;auml;rungsfilme ansehen mu&amp;szlig;te.&lt;br /&gt;
Aufkl&amp;auml;rungsfilme, Oma??&lt;br /&gt;
Ja, aber nat&amp;uuml;rlich mehr so wegen Krankheiten und so. Auf jeden Fall mu&amp;szlig;ten M&amp;auml;nner und Frauen getrennt sitzen, in unterschiedlichen H&amp;auml;lften des Kinos. Aber meine Oma hatte Gl&amp;uuml;ck, und sie kichert, w&amp;auml;hrend sie das erz&amp;auml;hlt: sie konnte direkt am Rand sitzen, und direkt neben ihrem Mann.&lt;br /&gt;
Es war gar nicht so einfach, dass ins Englische zu &amp;uuml;bersetzen. &quot;Enlightment&quot; passt irgendwie in diesem Zusammenhang nicht, und ein wirkliches englisches Wort gibt es nicht, nur einen langen idiomatischen Ausdruck mit &quot;bees&quot; etc.&lt;br /&gt;
Jocelyn mu&amp;szlig; lachen, als ich ihr die Storxy &amp;uuml;bersetze, dann denkt sie kurz nach, und pl&amp;ouml;tzlich fragt sie: Wie ist deine Oma denn auf einmal auf DIESES Thema gekommen??</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-12T09:18:59Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/351039/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Ein Semesterferienjob ist zu Ende gegangen. Die letzten Wochen sollte ich f&amp;uuml;r eine etwas esoterisch angehauchte Nachbarin ihre Balkonblumen gie&amp;szlig;en. Ihre Wohnung ist vollgestellt mit B&amp;uuml;chern von C.G.Jung und Sammelausgaben von Hermann Hesse, und im Regal steht auf einem Ehrenplatz ein richtig antiker Buddhakopf aus der Zeit der Gandhara-Dynastie, sehr kostbar, sagt sie, lassen Sie blo&amp;szlig; niemanden in die Wohnung, dem man nicht trauen kann.&lt;br /&gt;
Eigentlich habe ich sowieso kein H&amp;auml;ndchen f&amp;uuml;r Blumen, aber diesmal ist mir noch etwas anderes sehr dummes passiert: gerade als es Ende August am hei&amp;szlig;esten war, habe ich den Schl&amp;uuml;ssel in ihrer Wohnung liegengelassen. In M&amp;uuml;nster hatte niemand einen Ersatzschl&amp;uuml;ssel. Also mu&amp;szlig;te ich vom Nachbarbalkon ziemlich akrobatisch &amp;uuml;ber die Mauer klettern, um wenigsten alle paar Wochen mal die Blumen zu gie&amp;szlig;en. Gereicht hat es aber trotzdem nicht: ein paat Blumen sind trotzdem eingegangen, die Dame war zwar nicht sehr gl&amp;uuml;cklich dar&amp;uuml;ber, blieb aber trotzdem freundlich, und ich habe insgesamt sechs Euro mit diesem Job verdient.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-10-03T08:59:56Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/343689/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Vor ein paar Tagen hat eine persische Frau meine Mutter besucht. Schon am Vortag hatte sie mehrmals bei meiner Familie angeklingelt, aber meine Mutter nicht erreicht, jetzt stand sie endlich in der K&amp;uuml;che und versuchte ihr Anliegen zu erkl&amp;auml;ren. Was ziemlich schwierig war, denn sie spricht nur ein paar W&amp;ouml;rter Deutsch, und meine Mutter nur ein wenig Farsi. &lt;br /&gt;
Sie hatte einen Notizzettel dabei mit einer Internetadresse von Johannes B. Kerner und dem Namen einer ehemaligen persischen K&amp;ouml;nigin - Farah Diba. Sie wollte irgendjemandem schreiben, zu erst dachten wir Johannes B. Kerner (seine Internetadresse stimmte nicht, aber schlie&amp;szlig;lich fanden wir &amp;uuml;ber Google heraus, dass Farah Diba letztens in seiner Schau gewesen war). Schlie&amp;szlig;lich verstanden wir: sie wollte Farah Diba schreiben, und tats&amp;auml;chlich fanden wir auch ihre Website. Wirklich sehenswert, mit vielen Photogalerien (Der Schah mit seiner Frau in Disney World, California, Der Schah mit seiner Frau und ihrem ersten Kind, Der Schah mit seiner Frau w&amp;auml;hrend ihrer Kr&amp;ouml;nung) und sogar Links zu Seiten, auf denen z.B. Persepolis in 3-D-Bildern pr&amp;auml;sentiert wird. (Jocelyn?s Lieblingsbild und der wohl gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Lacher: &quot;Me and my husband holding hands.&quot;)&lt;br /&gt;
Man konnte der Ex-Schah-Frau auch e-mails schreiben, aber wir konnten die Funktion nicht finden, mit denen man persische Buchstaben schreibt, bzw. mit unserer Tastatur war das nicht m&amp;ouml;glich, so dass unsere persische Bekannte (sie wollte Farah Diba um Geld bitten, um ihre Eltern aus dem Iran ausfliegen zu lassen) noch mal wieder kommen wird. Dann wird sie einen Brief vorbereitet haben, den wir dann wohl auf Englisch an die &quot;former empress of Persia&quot; (so der Titel der Website) schicken werden.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-09-26T14:17:23Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/336164/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Vor ein paar Tagen hatte ich mich gerade auf ein kleines M&amp;auml;uerchen gesetzt, um ein paar der vielleicht schon letzten Sonnenminuten f&amp;uuml;r einen Anruf zu nutzen, als ein M&amp;auml;dchen vorbeilief, mit einer Zigarette in der Hand und einem leisen L&amp;auml;cheln auf dem Gesicht. Sicher wegen des guten Wetters. Sie trug einen Apothekenkittel.&lt;br /&gt;
Eine alte, schon geb&amp;uuml;ckt langsam vor sich her laufende Frau kam ihr entgegen, blieb stehen und stutzte.&lt;br /&gt;
Aber M&amp;auml;dchen, sagte sie, M&amp;auml;dchen, und st&amp;uuml;tzte sich auf den Ellenbogen der jungen Frau.&lt;br /&gt;
Das k&amp;ouml;nnen Sie doch nicht machen.&lt;br /&gt;
Das M&amp;auml;dchen sah etwas verduzt aus.&lt;br /&gt;
Sie wissen doch, wie UNGESUND das ist, oder? Und sie streckte ihren Kopf so hoch wie m&amp;ouml;glich dem Gesicht der J&amp;uuml;ngeren entgegen.&lt;br /&gt;
Das M&amp;auml;dchen lachte etwas verlegen.&lt;br /&gt;
Ja, nat&amp;uuml;rlich, ich wei&amp;szlig;, aber das ist leichter gesagt als getan.&lt;br /&gt;
Ich w&amp;uuml;rd mich so f&amp;uuml;r Sie freuen, meinte die alte Frau, und langsam humpelte sie weiter.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-09-20T04:13:56Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/328733/">
    <title>human being</title> 
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    <description>&lt;i&gt;Und hat das jetzt was gebracht? &lt;br /&gt;
Sublimieren nennt man den Proze&amp;szlig;, wenn man Frustrationen, &amp;Auml;ngste, Depressionen, Verzweiflung oder Aggresionen in ein literarisches Produkt transformiert.&lt;br /&gt;
Ich w&amp;uuml;nsche allen, die nicht mitfliegen konnten, einen trotzdem sch&amp;ouml;nen Sonntag. Ich finde: wir haben uns gut geschlagen. Das Geld ist weg und Jocelyn immer noch nicht hier, aber sie wird kommen, wir werden vorerst in keinem Hurrican sterben, ehrlich waren wir auch, &lt;br /&gt;
und das Geld, hmm. Jetzt haben wir halt mal Gelegenheit zu zeigen, dass uns andere Dinge wichtiger sind.&lt;br /&gt;
Am sch&amp;ouml;nsten finde ich gerade, dass ich jetzt &amp;uuml;berhaupt keine Termine hab. Obwohl das auch ein bi&amp;szlig;chen was be&amp;auml;ngstigendes hat.&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-09-12T12:06:48Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/316209/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Noch etwas aus Theresas Afrika-Erfahrungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(weil Luise heute aufgefallen ist, da&amp;szlig; auf den Hochzeitsbildern niemand l&amp;auml;chelt, abgesehen von Theresa)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wird nie gel&amp;auml;chelt, nur auf Fotos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen in Afrika l&amp;auml;cheln ununterbrochen, nur f&amp;uuml;r den Fotografen macht man ein ernsthaftes Gesicht, schlie&amp;szlig;lich handelt es sich um eine wichtige Angelegenheit.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-30T11:23:56Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/306739/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Gestern hat mir ein sehr, sehr alter Mann erz&amp;auml;hlt, da&amp;szlig; er um 1950 ein paar Jahre in Kanada gelebt hat. Einmal hat er da die Queen gesehen, so nah wie die Wand da vorne, meint er. Und seine Herbergswirtin hat den Untergang der Titanic &amp;uuml;berlebt, sie war auf dem Weg nach Amerika zu ihrem Mann, f&amp;uuml;r sie war ein Platz im Rettungsboot, aber sie hat erz&amp;auml;hlt, wie die M&amp;auml;nner vom Ordnungspersonal mit Schl&amp;auml;gen zur&amp;uuml;ck aufs Schiff zur&amp;uuml;ckgetrieben wurden und alle ertrunken oder erfroren sind.&lt;br /&gt;
(Jocelyn`s comment: Oh, I guess that poor old man was confused and watched some history channel on TV.)&lt;br /&gt;
Aber ich glaube ihm. Allerdings hat er mich gestern auch mit Eis bestochen. Er hat eine Packung mit Cornettowaffeleis gekauft, aber in den K&amp;uuml;hlschrank und nicht in die Tiefk&amp;uuml;hltruhe gesteckt, nat&amp;uuml;rlich war das Eis geschmolzen, warm wie Pudding und vor allem mu&amp;szlig;te alles weg. Ich war gezwungen mindestens drei St&amp;uuml;ck zu essen und nachher hatte ich Durchfall.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-19T12:49:04Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/300732/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Wurde im Radio gesagt:&lt;br /&gt;
Urlaub macht dumm.&lt;br /&gt;
Nach drei Wochen nichts tun am Strand verliert ein Durchschnittsdeutscher zwanzig Prozent seiner Intelligenz.&lt;br /&gt;
Bei zus&amp;auml;tzlich &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igem Alkoholgenuss kann man durchaus noch mehr als nur zwanzig IQ-Punkte verlieren.&lt;br /&gt;
Selbst nach wochenlangem konzentriertem Arbeiten nach dem Urlaub ist eine v&amp;ouml;llige Regeneration nicht garantiert.&lt;br /&gt;
Was kann man dagegen tun?&lt;br /&gt;
Der Intelligenzpsychologe im Radio meint:&lt;br /&gt;
Fremdsprachen sprechen, sich f&amp;uuml;r Einheimische und Mitreisende interessieren, Schach spielen, auch Kartenspiele, aber besser Skat als Mau-Mau, Initiativausfl&amp;uuml;ge machen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-12T08:11:31Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/299701/">
    <title>human being</title> 
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    <description>Theresa ist aus Afrika zur&amp;uuml;ck und jetzt verheiratet (aber das ist eine andere Geschichte).&lt;br /&gt;
Am ersch&amp;uuml;tternsten fand sie den allt&amp;auml;glichen &amp;Uuml;berlebenskampf der Meschen, selbst der kranken, alten oder behinderten, Menschen ohne Beine, die auf Holzbrettern zwischen den Autos hin und her fahren und betteln, man hat dort gar keine Zeit krank zu sein, meint Theresa, sogar ich war immer so besch&amp;auml;ftigt, schnell in die Sammeltaxen ein- oder wieder auszusteigen, dass ich meine Arthrose ganz vergessen habe. Und &amp;uuml;berall riecht es nach verbrannten Plastikt&amp;uuml;ten.&lt;br /&gt;
Am beeindruckensten fand sie die Gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gigkeit und Gastfreundschaft selbst der &amp;Auml;rmsten, gerade in ihrem &amp;Uuml;berlebenskampf, man bekommt immer etwas angeboten, wird in die Wellblechh&amp;uuml;tte gebeten und das Essen miteinander geteilt.&lt;br /&gt;
Seitdem sie wieder zur&amp;uuml;ck ist, kommt ihr Deutschland ganz leer und leise vor, als w&amp;uuml;rden die Menschen hier voreinander weglaufen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-11T09:51:20Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/283577/">
    <title>human being</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/283577/</link>
    <description>In der Reihenhaussiedlung meiner Eltern wohnt zwei H&amp;auml;user weiter ein ziemlich spie&amp;szlig;iges Ehepaar (Zwischenfrage: wie definiert man spie&amp;szlig;ig? Mein Vorschlag: wenn man nicht &amp;uuml;ber seinen eigenen Horizont gucken kann, oder besser noch: nicht gucken will). Im Garten langweilen sich L&amp;ouml;wenskulpturen und Laternen aus falschem Marmor, wenn man sich vor dem Haus unterh&amp;auml;lt, bringt sie grunds&amp;auml;tzlich gerade zuf&amp;auml;llig den M&amp;uuml;ll raus oder mu&amp;szlig; die Blumen gie&amp;szlig;en, der Mercedes wird jeden Samstag gewaschen (obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist) und beide &amp;auml;rgert es sehr, wenn der Parkplatz direkt vor ihrem Haus besetzt ist. Vor ein paar Jahren ist das F&amp;uuml;rchterlichste passiert: ein Sturm hat eine hohe Birke so ungl&amp;uuml;cklich gef&amp;auml;llt, dass dabei der Zierapfelbaum, die Kr&amp;ouml;nung des Gartens, zerst&amp;ouml;rt wurde. Und dann ist wegen zweier Todesf&amp;auml;lle (aber das ist eine andere Geschichte) auch noch das direkte Nachbarhaus freigeworden und beinahe w&amp;auml;re eine t&amp;uuml;rkische Familie mit vielen Kindern dort eingezogen. Ich hatte mich schon auf gro&amp;szlig;e orientalische Gartenfeste gefreut, aber die Mercedesfahrer hatten tats&amp;auml;chlich vor, etwas dagegen zu unternehmen, wie auch immer sie sich das vorgestellt haben. Jetzt wohnt jedenfalls ein kinderloses Paar in dem Reihenhaus, aber ihre Nachbarn sind trotzdem nicht zufrieden. Er f&amp;auml;hrt einen tiefliegenden, hellblauen Zweisitzer, den man sehr leicht &amp;uuml;bersehen kann, wenn man versucht mit dem Mercedesschiff einzuparken, und beide h&amp;ouml;ren bestimmt keine deutschen Schlager, renovieren alles im Haus selber - was auch nicht lautlos bleibt - und haben gerne Besuch, mit dem sie im Garten sitzen, viel reden und manchmal sogar lauthals lachen. Menschen gibt es.&lt;br /&gt;
Weil unsere Nachbarn keine Lust mehr hatten, st&amp;auml;ndig unerwartet &amp;auml;ltere Leute in ihrem Garten raumlaufen zu sehen, sind sie auf dieselbe L&amp;ouml;sung gekommen sind wie Walter Ullbricht oder Ariel Scharon: sie haben einen Zaun gebaut, der sich an der ganzen schmalen Gartengrenze entlangzieht. Der Garten ist gr&amp;uuml;n und mannshoch. Ein Gitterzaun, den man oft auch in  Zoologischen G&amp;auml;rten sieht, um ein Gepardengehege herum zum Beispiel oder um Giraffen an der Flucht zu hindern. Irgendwann wird der Zaun zuwachsen und ganz nett aussehen. Das wird noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin wird er un&amp;uuml;bersehbar jeden in der Siedlung daran erinnern, wie anstrengend es ist, Nachbarn zu haben.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>human being</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-24T13:17:13Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/280085/">
    <title>human being</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/280085/</link>
    <description>Gestern war &amp;uuml;berall Nicaragua. In der taz ein f&amp;uuml;nf-seiten-dossier, und im cinema ein filmeabend, denn: vor f&amp;uuml;nfundzwanzig Jahren haben die Sandinisten den Diktator Somoza vertrieben und auch viele Deutsche auf einen gerechten und friedlichen Neuanfang gehofft.&lt;br /&gt;
Was blieb? Vorgestell wurden die Filme im Cineman gestern von Volker P., einem Filmfreak, der selber mal in Nicaragua gearbeitet hat. Wenn man ihn zuhause besucht, erz&amp;auml;hlt er langsam und etwas schl&amp;auml;frig, wie er auf Kaffeeplantagen gearbeitet hat, weil die M&amp;auml;nner in den Krieg gegen die von den USA finanzierten Contras ziehen mussten und ohne die Hilfe aus Europa die Kaffeeernte verfault w&amp;auml;re. Dann zeigt er ein paar vergilbte Zeitungsartikel (die er in einem alten Aktenordner sammelt) von den EIns&amp;auml;tzen seiner Arbeitsbrigade oder kramt einen Videofilm aus seiner Sammlung, den irgendein entfernter Bekannter in Managua gedreht oder geschnitten hat. F&amp;uuml;r den Abend gestern hat er sich seine Haare ordentlich und kurz schneiden lassen, und er stand aufgeregt und verschwitzt am Eingang, um jedem eine Orange zu geben (&quot;lasst sie ihre orangen essen&quot; war eines der Motto im ideologischen Kampf gegen die Amerikaner) und auf eine Unterschriftenaktion hinzuweisen, etwas fahrig k&amp;uuml;ndet er die Filme (zwei Kurz- und einen richtigen Spielfilm) an, redet ein paar der G&amp;auml;ste mit Vornamen an und weist ein bi&amp;szlig;chen auf die jetzige Situation in Nicaragua hin, meist wird er aus dem Publikunm verbessert, von den Errungenschaften der Sandinisten ist nicht viel geblieben, die Analphabetenrate soll wieder bei sechzig Prozent liegen, die Preise steigen weiter, dikiert von amerikanischen Konzernen, und &amp;uuml;ber die H&amp;auml;lfte der Einwohner mu&amp;szlig; mit einem Dollar oder weniger auskommen. &lt;br /&gt;
Und was ist in Nicaragua von den Sandinisten geblieben? Auf manchen H&amp;uuml;tten weht noch ihre schwarzrote Fahne, manchmal ger&amp;auml;t man in eine lautstarke Demonstration, aber wenn man sich mit den Menschen unterh&amp;auml;lt, wirken die meisten desillusioniert und erinnern sich daran, dass sie in einem grausamen Krieg k&amp;auml;mpfen mu&amp;szlig;ten, dass die Sandinisten auch nicht jede Minderheit toleriert haben und ihre F&amp;uuml;hrungspersonen schlie&amp;szlig;en auch nicht weniger macht- und geldbesessen waren, auch nicht weniger korrupt, als die F&amp;uuml;hrer anderer politischer Parteien.</description>
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    <description>Hoffnung!&lt;br /&gt;
In der ZEIT stand, warum die Zeit schneller vergeht, je &amp;auml;lter man wird: das soll in erster Linie gar nicht daran liegen, da&amp;szlig; die relative L&amp;auml;nge einer Zeitspanne im Vergleich zur Gesamtl&amp;auml;nge des bisherigen Lebens geringer wird (also ein Jahr f&amp;uuml;r einen Dreij&amp;auml;hrigen ein Drittel seines Lebens ausmacht, f&amp;uuml;r einen Drei&amp;szlig;igj&amp;auml;hrigen nur noch ein Drei&amp;szlig;igstel etc.), sondern: je monoter das Leben wird, um so weniger Zeitverlauf verbucht das Gehirn, 365 gleiche Tage werden nur wie ein Tag gespeichert, und dann vergeht die ZEIT nat&amp;uuml;rlich schneller. &lt;br /&gt;
Also: mehr Abwechslung ins Leben bringen, &amp;ouml;fter mal neue Herausforderungen, und das Leben wirkt viel l&amp;auml;nger. Und man hat mehr, wor&amp;uuml;ber man im Weblog schreiben kann.&lt;br /&gt;
Und noch was macht Hoffnung: im Alter nimmt die Leistungsf&amp;auml;higkeit des Gehirn gar nicht ab, das soll nur eine selffullfillment prophecy sein: weil man davon ausgeht, im Alter nicht mehr soviel lernen zu k&amp;ouml;nnen, wagt man sich an weniger Herausforderungen und wenn, dann h&amp;auml;ufig weniger optimistisch und motiviert. Und dann lernt man nat&amp;uuml;rlich weniger effektiv, obwohl die F&amp;auml;higkeit, zum Beispiel Sprachen oder Instrumente zu erlernen, immer noch vorhanden ist.</description>
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    <description>Ein Nachruf.&lt;br /&gt;
Endlich hat das unfreundlichste Internetcaf&amp;eacute; in M&amp;uuml;nster zugemacht. Das einzige Internetcaf&amp;eacute; der Welt, in dem man dumm angemacht wurde, wenn man keinen Kaffee bestellt hat (woanders gibt es die umsonst dazu). In dem st&amp;auml;ndig die Computer abst&amp;uuml;rzten, die Drucker nicht funktionierten, und selbst wenn eigenlich alles korrekt lief, bauten sich die Seiten noch langsamer auf als in jedem Internetcaf&amp;eacute; Lateinamerikas. Ich war wirklich nur ganz selten da, und immer ganz zuf&amp;auml;llig, aber jedesmal war sonst fast niemand da, und der einzige, der noch da war, hat sich &amp;uuml;ber die Computer beschwert und ist ohne zu zahlen abgehauen. Der Verantwortliche war nicht nur wortkarg, ein bi&amp;szlig;chen wirkte er so, als w&amp;auml;ren seine G&amp;auml;ste (G&amp;auml;ste?) f&amp;uuml;r die schlechten Computer verantwortlich.  Manchmal sa&amp;szlig;en noch ein paar freundliche Libanesen dort, nebenan war eine Shawarma-Bude, und tranken Tee, aber man hatte immer ein bi&amp;szlig;chen das Gef&amp;uuml;hl, sie w&amp;uuml;rden sich f&amp;uuml;r ihren Landsmann sch&amp;auml;men.</description>
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    <dc:date>2004-07-03T18:51:35Z</dc:date>
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    <description>Wenn man ganz genau hinsieht, dann erkennt man doch ein bi&amp;szlig;chen Fortschritt in unserer Gesellschaft.&lt;br /&gt;
In der Autobahnrastst&amp;auml;tte Dollenberg hat man im Herrenklo zum Beispiel zwischen den Toilettenkabinen die Restaurantwerbung entfernt, die mit Abbildungen Appetit auf Spaghetti Bolognese und Rindsrouladen machen sollte.</description>
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