<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>

<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://drobert.twoday.net/">
    <title>Dominics Weblog (Rubrik:Joern)</title>
    <link>http://drobert.twoday.net/</link>
    <description></description>
    <dc:publisher>dominicw</dc:publisher>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:date>2005-01-25T21:01:39Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://twoday.net/static/icon.gif" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/304851/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/255468/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/240665/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/238421/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/204500/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/195365/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/188111/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/182160/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://drobert.twoday.net/stories/180805/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://twoday.net/static/icon.gif">
    <title>Dominics Weblog</title>
    <url>http://twoday.net/static/icon.gif</url>
    <link>http://drobert.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/304851/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/304851/</link>
    <description>Letzte Woche habe ich J&amp;ouml;rn endlich mal zumindest am Telefon erreicht. Er wohnt nicht mehr zu Hause, aber bei seiner Gro&amp;szlig;mutter ist er gerade auch nicht, sondern in einem kleinen Dorf, dessen Namen er kaum kannte. Er wu&amp;szlig;te auch nicht wo es liegt, er mu&amp;szlig;te seine Freundin fragen (vielleicht habe ich ihn richtig verstanden und sie kommt von dort) und meinte irgendetwas &amp;uuml;ber Luxemburg, oder in der N&amp;auml;he, oder so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
J&amp;ouml;rns Vater ist auch nicht zu erreichen, die Wohnung scheint leer zu stehen, niemand &amp;ouml;ffnet, nirgends brennt Licht, aber die Nachbarn im Hochhaus wissen auch von nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ZEIT war letzten Donnerstag ein Artikel &amp;uuml;ber die Verfolgung von Sinti und Roma w&amp;auml;hrend der NS-Zeit, die heute noch von vielen geleugnet wird. 500.000 sind von den Nazis ermordet worden. Heute leben in Deutschland ca60.000 Sinti und Roma.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-17T15:35:40Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/255468/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/255468/</link>
    <description>In J&amp;ouml;rns Familie hat sich einiges ge&amp;auml;ndert. Er hat zwar wieder eine neue Freundin, die lange Rocke tragen mu&amp;szlig; und J&amp;ouml;rn gerne daran erinnert, wie wichtig es ist, treu zu sein. SIe ist mit Sicherheit j&amp;uuml;nger als J&amp;ouml;rn, und J&amp;ouml;rn ist gerade f&amp;uuml;nfzehn geworden.&lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;erdem ist seine Stiefmutter verschwunden, pl&amp;ouml;tzlich war sie weg, mehr wei&amp;szlig; J&amp;ouml;rn nicht, und sein Vater erz&amp;auml;hlt nicht mehr dar&amp;uuml;ber. Sein Vater sieht immer grauer, schmaler und kleiner aus. Mittwoch abend mu&amp;szlig;te ich lange an der T&amp;uuml;r warten, bis jemand ge&amp;ouml;ffnet hat, und dann dachte ich erst, jemand anders w&amp;auml;re in die Wohnung gezogen: in der T&amp;uuml;r stand ein aufgedunsener Mann, ein Deutscher, kein Sinti, sehr betrunken, kurzatmig, seine Wangen ger&amp;ouml;tet und gl&amp;auml;nzend. Aber dann tauchte J&amp;ouml;rns Vater doch hinter ihm auf, und wollte uns reinbitten, war aber genauso betrunken. &lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;erdem hatte der Unbekannte etwas gegen unsere Anwesenheit, keine Ahnung was ER in der Wohnung wollte, abgesehen vom Trinken. Was wollen Sie eigentlich hier, versuchte er zu fragen, von welcher Institution (mit diesem Wort hatte er ziemliche Schwierigkeiten) kommen Sie denn? Bitte tun Sie mir einen Gefallen -  J&amp;ouml;rn ist nicht hier. Und dann hat er langsam die T&amp;uuml;r geschlossen, und J&amp;ouml;rns Vater stand dahinter und sah sehr hilflos aus, und einsam, und noch jungenhafter und weniger erwachsen als sein Sohn.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-07-02T09:03:19Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/240665/">
    <title>Joern</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/240665/</link>
    <description>J&amp;ouml;rn ist wieder da, gestern habe ich ihn getroffen, mit seiner Freundin, sie hei&amp;szlig;t Lena und ihretwegen hat er den Gro&amp;szlig;teil seines Praktikums im Supermarkt geschw&amp;auml;nzt, er wollte sie lieber auf ihrer Praktikumsstelle besuchen, in einem Geschenkeladen in der Innenstadt. Seinem Vater geht es wirklich schlechter, er kann kaum noch sehen und wirkt ganz grau und bla&amp;szlig;, zum Arzt darf er aber trotzdem nicht gehen. J&amp;ouml;rn behauptet: erst wenn es seinem Vater wirklich schlecht geht, dann kann er zum Familienrat gehen und der entscheidet dann, ob ein Arztbesuch erlaubt werden kann oder nicht, und nat&amp;uuml;rlich w&amp;uuml;rden die dann auch mitkommen. Zur Zeit ist der Familienrat aber in Frankreich. Wenn der Familienrat so weit weg ist, k&amp;ouml;nnte dein Vater nicht einfach heimlich zum Arzt gehen?, frage ich J&amp;ouml;rn. Ne, das w&amp;uuml;rden die ja mitkriegen, die beobachten uns ja, meint J&amp;ouml;rn. Er w&amp;uuml;rde auch wissen, wer ihn beobachtet, sogar wenn er zum Arzt geht, w&amp;uuml;rde der mit in die Praix kommen. Er hat ihn schon mal angesprochen und der h&amp;auml;tte gesagt, seinem Vater d&amp;uuml;rfe er nichts erz&amp;auml;hlen.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-06-15T09:26:17Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/238421/">
    <title>Joern</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/238421/</link>
    <description>Ihr habt schon genauso lange nichts mehr von Joern geh&amp;ouml;rt wie ich, das letzte was ich von ihm geh&amp;ouml;rt habe, hat Daniel mir erz&amp;auml;hlt, der ihn vor ein paar Wochen mal im Coerdemarkt gesehen hat.&lt;br /&gt;
Ein bi&amp;szlig;chen macht mir das Sorgen, denn in den letzten Wochen war bei Joern nie jemand zuhause, und das ist sehr ungew&amp;ouml;hnlich. Vor ein paar Wochen stand in der Zeitung, dass in Coerde 23% der Einwohner den ganzen Tag lang nicht ihre Wohnung verlassen. Da mu&amp;szlig;te ich sofort an Joerns Familie denken, Joern geht zwar zur Schule, aber sein Vater und seine Stiefmutter sind eigentlich immer zuhause, sie sitzen vor dem Fernseher, oder vor der Videospielkonsole, egal wie sch&amp;ouml;n drau&amp;szlig;en das Wetter ist, aber die Wohnung scheinen sie nie zu verlassen, vielleicht gehen sie zweimal die Woche was einkaufen, oder zu irgendeinem Amt, Bescheinungen einreichen, oder die Sozialhilfe abholen. &lt;br /&gt;
Wo sind sie jetzt?</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-06-11T11:02:36Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/204500/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/204500/</link>
    <description>Gestern habe ich J&amp;ouml;rn in der N&amp;auml;he vom Coerdemarkt getroffen, auf der Stra&amp;szlig;e sieht er noch ein bi&amp;szlig;chen mehr aus wie ein kleiner Junge, und obwohl man eigentlich damit gerechnet hat, ist man geschockt, da&amp;szlig; er mit einer Zigarette in der Hand ruml&amp;auml;uft, ein M&amp;auml;dchen ist dabei, bestimmt seine Freundin, und zwei kleine Kinder mit St&amp;uuml;tzradfahrr&amp;auml;dern. &lt;br /&gt;
&quot;Auf die mu&amp;szlig; ich heute aufpassen&quot;, meint J&amp;ouml;rn, &quot;passiert ja soviel in Coerde.&quot; Und da hat er recht, er selbst ist erst vor ein paar Wochen zusammengeschlagen worden. Nach eigener Darstellung haben zwei gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Jungen ihn angep&amp;ouml;belt, als er sich das nicht gefallen lassen wollte, hat einer der beiden ihn mit einer Stahlr&amp;ouml;hre auf den Sch&amp;auml;del geschlagen, J&amp;ouml;rn mu&amp;szlig;te ins Krankenhaus und noch Wochen sp&amp;auml;ter klagte er &amp;uuml;ber Kopfschmerzen (zum Arzt gehen wollte er aber trotzdem nicht).</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-27T08:52:59Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/195365/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/195365/</link>
    <description>Diese Woche ist J&amp;ouml;rn nicht zuhause, er macht (er hat ja gerade Osterferien) Urlaub bei seiner Gro&amp;szlig;mutter. Sie wohnt am Horstmarer Landweg, J&amp;ouml;rn kann mit dem Bus hinfahren und mu&amp;szlig; nur einmal umsteigen, in rot verklinkerten Mehrfamilienh&amp;auml;usern, in denen noch mehr Sinti-Familien wohnen. Die T&amp;uuml;ren der H&amp;auml;user sind nie geschlossen, meistens stehen ein paar Menschen vor dem H&amp;auml;usern und unterhalten sich, und manchmal machen sie sogar Mus&amp;iacute;k. Die Deutschen in der benachbarten Siedlung mit Einfamilienh&amp;auml;usern empfinden das als bedrohlich, in Wirklichkeit machen die wenigen Deutschen, die auch in den Wohnbl&amp;ouml;cken wohnen, mehr Angst: sie haben fast alle riesengro&amp;szlig;e, laute, verh&amp;auml;tschelte Hunde, die angeblich niemandem was tun.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-15T08:27:35Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/188111/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/188111/</link>
    <description>Eigentlich h&amp;auml;tte ich diese Rubrik auch Jen&amp;ouml; nennen k&amp;ouml;nnen: so hei&amp;szlig;t ein Sinti-Junge aus einer Geschichte von Wolf-Dietrich Schnurre, dem Lieblingsschriftsteller meines Onkels. Die Geschichte war in irgendeinem meiner Schulleseb&amp;uuml;cher, und letztens habe ich sie wieder gelesen, als ich Deutsch-Nachhilfe gegeben hab, und da ist mir wieder eingefallen, wie aufregend ich das als Kind fand, da&amp;szlig; Jen&amp;ouml; Igel f&amp;auml;ngt - und grillt.&lt;br /&gt;
J&amp;ouml;rn, den es ja nun mal wirklich gibt, erz&amp;auml;hlt mir immer wieder, sein Vater d&amp;uuml;rfe nicht zum Arzt gehen, weil er Sinti ist, wenn er das doch t&amp;auml;te, w&amp;uuml;rde er aus seiner Familie ausgeschlossen (die H&amp;ouml;chststrafe, wenn man 3000 Verwandte hat) und m&amp;uuml;&amp;szlig;te sich zwei Wochen lang ununterbrochen die H&amp;auml;nde waschen. Das h&amp;ouml;rt sich absurd an, ist aber eigentlich nicht besonders witzig: J&amp;ouml;rns Vater hat eine Bindehautentz&amp;uuml;ndung und kann kaum noch was sehen. Er tr&amp;auml;gt fast grunds&amp;auml;tzlich eine Sonnenbrille.&lt;br /&gt;
Heute morgen auf der Arbeit habe ich im Netz Informationen gesucht, warum Sintis nicht zum Arzt d&amp;uuml;rfen. Ich habe zwar interessante Seiten gefunden&lt;br /&gt;
(z.B. www.gfbv.it/3dossier/sinti-rom/de/rom/de/rom-de&lt;br /&gt;
oder: www.hans-hesse.de [auf dieser Seite gibt es auch Informationen zu anderen vergessenen Opfern der NS-Diktatur, z.B. Zeugen Jehovas]),&lt;br /&gt;
aber nichts &amp;uuml;ber verbotene Arztbesuche.&lt;br /&gt;
Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? &lt;br /&gt;
Ich glaube, das w&amp;auml;re auch J&amp;ouml;rns Vater eine Hilfe.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-06T12:46:19Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/182160/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/182160/</link>
    <description>Das ist selektive Wahrnehmung: wenn man anf&amp;auml;ngt, sich f&amp;uuml;r was zu interessieren, sieht man st&amp;auml;ndig Artikel und B&amp;uuml;cher zu dem Thema. &lt;br /&gt;
Heute zum Beispiel ein Artikel &amp;uuml;ber Romas in Osteuropa. Deswegen heute noch ein paar Fakten &amp;uuml;ber Sinti und Roma, von denen ich bisher nichts wu&amp;szlig;te:&lt;br /&gt;
Als in Europa die Pest w&amp;uuml;tete, wurden daf&amp;uuml;r nicht nur Juden verantwortlich gemacht, sondern auch Roma.&lt;br /&gt;
Kaiser Maximilian empfahl sie 1500 allen mutwilligen M&amp;ouml;rdern als vogelfrei.&lt;br /&gt;
Kaiser Karl VI. ordnete 1721 die Vernichtung aller m&amp;auml;nnlichen Roma an.&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r die Vernichtung von Sinti und Roma durch die Deutschen w&amp;auml;hrend des Zweiten Weltkrieges gibt es in deren Sprache Romans ein eigenes unaussprechliches Wort, dessen &amp;Uuml;bersetzung ich erst noch rausfinden muss.&lt;br /&gt;
In den f&amp;uuml;nfziger Jahren befand der Bundesgerichtshof, dass die &quot;Massnahmen&quot; der Nazis nicht wegen der &quot;Rasse als solcher&quot;, sondern aufgrund ihrer &quot;asozialen Eigenschaften&quot; erfolgt seien.&lt;br /&gt;
Im Herbst 2003 entschied eine Richterin in Ungarn, dass zwei Roma, die 15 Monate unschuldig inhaftiert waren, nur einen Bruchteil der geforderten Entsch&amp;auml;digung erhalten sollten, da es sich nur um &quot;primitive Individueen&quot; gehandelt habe.&lt;br /&gt;
In Osteuropa leben 6 Millionen Roma und Sinti, die ab Mai zur EU geh&amp;ouml;ren.&lt;br /&gt;
Habt ihr auch das Gef&amp;uuml;hl, &amp;uuml;ber Sinti und Roma nur zu wissen, dass man sie fr&amp;uuml;her Zigeuner nannte? Wenn ihr mehr wi&amp;szlig;t, oder auch mehr wissen wollt, schreibt mal.</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-31T09:22:48Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://drobert.twoday.net/stories/180805/">
    <title>J&amp;ouml;rn</title> 
    <link>http://drobert.twoday.net/stories/180805/</link>
    <description>Kurz die Fakten: J&amp;ouml;rn ist Sinti und lebt in Deutschland. Er hat mindestens 3000 Verwandte und ca. 400 Cousinen, eine Sch&amp;auml;tzung, die er f&amp;uuml;r untertrieben h&amp;auml;lt. Und 300 Cousins. Er ist gerade f&amp;uuml;nfzehn Jahre alt und h&amp;auml;tte letztes Jahr fast geheiratet, das ist bei Sintis Brauch, mit vierzehn wird man verheiratet und mit sechzehn bekr&amp;auml;ftigt man die Ehe vor dem Standesamt. Das M&amp;auml;dchen, etwas j&amp;uuml;nger als er, wollte dann aber doch nicht.&lt;br /&gt;
J&amp;ouml;rns Vater kann nicht lesen und hat den gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Teil seiner Jugend im Gef&amp;auml;ngnis verbracht. Er kann heute noch manchmal n&amp;auml;chtelang nicht schlafen, weil er damals jemanden umgebracht hatte. Zwei seiner Geschwister sind an &amp;Aacute;lkoholsucht oder dessen Folgen gestorben, J&amp;ouml;rns Vater trinkt auch mindestens st&amp;uuml;ndlich ein Bier. Sein Bruder hat einen Getr&amp;auml;nkegro&amp;szlig;handel.&lt;br /&gt;
Weil man in unserer Wohlstandsblase manchmal vergi&amp;szlig;t, das es ganz in unserer N&amp;auml;he, manchmal schon auf der anderen Stra&amp;szlig;enseite, Lebenswelten und menschliches Elend gibt, die wir uns meistens gar nicht vorstellen wollen, und weil wir uns niemals eingestehen, da&amp;szlig; wir schuld sein k&amp;ouml;nnten an dem Elend, oder zumindest davon profitieren, geht es in dieser Rubrik um eine Sinti-Familie in unserer Stadt. Und um ihren Kampf ums Gl&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
(Wie soll die Rubrik heissen? Mir f&amp;auml;llt nichts gescheites ein, Vorschl&amp;auml;ge willkommen)&lt;br /&gt;
Heute zum Beispiel hat J&amp;ouml;rns Vater Sinti-Musik vorgespielt, klang wie sonst auch Musik aus dem Balkan, ziemlich melancholisch, aber mit Samba-rythmen. Ein Cousin hatte die Kassette aufgenommen, eigentlich waren das Beerdigungslieder. J&amp;ouml;rns Vater hat manche Zeilen &amp;uuml;bersetzt:&lt;br /&gt;
Ich will dich festhalten, mein Vogel.&lt;br /&gt;
Verla&amp;szlig; mich nicht.&lt;br /&gt;
Du hast mich angelogen.&lt;br /&gt;
Jedes Mal.&lt;br /&gt;
In der Kirche.&lt;br /&gt;
(und dann hat er noch die Stelle gezeigt, an der der Sarg runtergelassen wird, und bei einer richtigen Beerdigung geht die Guitarre reih um und jeder spielt eine Strophe, J&amp;ouml;rns Vater sagt, er k&amp;ouml;nne auch noch Guitarre spielen).</description>
    <dc:creator>dominicw</dc:creator>
    <dc:subject>Joern</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 dominicw</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-29T20:51:46Z</dc:date>
  </item> 


<textinput rdf:about="http://drobert.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://drobert.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
